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Vor 250 Millionen Jahren kam es zum größten Massensterben der Erdgeschichte: 90 Prozent aller Lebewesen auf unserem Planeten gingen zu Grunde. Warum wurde das Leben unseres Planeten beinahe ausgelöscht? Ein gigantischer Asteroideneinschlag? Ein gewaltiger Vulkanausbruch? Amerikanische Forscher haben Beweise für eine neue These gefunden: Ein plötzlicher Sauerstoffmangel brachte für unzählige Arten den Erstickungstod.

Das größte Sterben der Erde dauerte viele tausend Jahre. Sowohl in den Ozeanen als auch auf den Kontinenten wurden fast alle Lebewesen ausgerottet. Als Ursache kommt nur eine gewaltige Umweltkatastrophe in Frage. Am Ende des Perm schaffte es nur ein Bruchteil der Lebewesen ins neue Erdzeitalter der Trias. Eines davon war der Lystrosaurus. Er ist der erste bekannte Saurier des neuen Erdzeitalters. Ihn haben amerikanische Paläontologen jetzt im Hinblick auf die angenommene Umweltkatastrophe unter die Lupe genommen.

Anpassung an Atemnot

Sie fanden heraus, dass sich der kleine, kräftige Saurier an eine ganz bestimmte Art von Ökokatastrophe angepasst hatte: an Sauerstoffmangel. Die nur einen Meter lange Echse hatte eine Brust in der Form eines Fasses, verstärkte Brustwirbel und eine kurze Schnauze. Das Resümee der Forscher: Etwas musste die Atmosphäre so stark verändert haben, dass plötzlich Verhältnisse wie in einer Höhe von 5.000 Metern herrschten.


Das gefrorene Ozean-Gas

Doch was hat diesen massiven Sauerstoffmangel ausgelöst? Die US-Wissenschaftler vermuten eine starke Verschmutzung der Atmosphäre durch Kohlenwasserstoffe, wie sie etwa durch Austreten von riesigen Mengen Methangases hervorgerufen werden könnte. In den Tiefen der Meere und eingeschlossen im Permafrostboden der Arktis und Sibiriens gibt es gewaltige Methanvorkommen. Methan ist ein Treibhausgas und wird im Erdboden von Bakterien erzeugt. Unter hohem Druck und extrem niedrigen Temperaturen ist das Gas fest in den Sedimentschichten des Bodens gebunden. Doch eine plötzliche Erwärmung kann die Methanhydrate im Boden abschmelzen und das Gas freisetzen - und damit auch eine Umweltkatastrophe herbeiführen.

Frühgeschichtliche Klimakatastrophe

An der Oberfläche oxidiert das Methan zu Kohlendioxid und steigt in die Atmosphäre auf. Dichte Schleier verdunkeln für Jahre das Sonnenlicht. Die Photosynthese der Pflanzen kann nicht mehr stattfinden, der Sauerstoff geht zu Ende. Dieses Ende ist ähnlich wie bei den älteren Versuchen, das Perm-Trias-Massensterben zu erklären. Doch über die Ursache der damaligen Ökokatastrophe streiten Wissenschaftler seit Jahrzehnten.

Der sibirische Mega-Vulkan

Eine der bisherigen Thesen: Ein gewaltiger Vulkanausbruch hat nicht nur Unmengen von Asche und Lava, sondern auch von unterirdischen Gasen freigesetzt, die die Atmosphäre vergifteten und den Himmel verdunkelten. Belege für einen solch gigantischen Vulkanausbruch hat man vor einem Jahr im sibirischen Boden entdeckt: eine riesige Plattform aus Basalt, gehärtetem Lavagestein. Die Basaltfläche, zehn Mal größer als Deutschland, stammt aus der Zeit der Ökokatastrophe.

Der gigantische Meteorit

Die Gegenthese: Ein riesiger Meteorit ist in die Erde eingeschlagen und dabei komplett verdampft - und mit ihm ein Hundertfaches an Erdmasse. Staub und Dampf steigen in die Atmosphäre auf und verdunkeln den Himmel auf Jahre. Belege, die für diese These sprechen, wurden vor zwei Jahren präsentiert: Amerikanische Forscher fanden in Erdschichten des Übergangs vom Perm ins Trias Kohlenstoffmoleküle, so genannte Fullerene, mit einem so hohem Helium-3-Anteil, wie er eigentlich nur in Objekten aus dem Weltall vorkommt.

Ein Vorschlag zur Güte

Vielleicht war es ja ein gigantischer Asteroid, der sich in die Erde bohrte, weltweiten Vulkanismus auslöste, besonders in Sibirien. Der sibirische Mega-Vulkan könnte dabei die Permafrostböden angeschmolzen haben, so dass eine gigantische Blase von Methangas freigesetzt wurde und denn mit Ruß- und Rauchschwaden geschwärzten Himmel zusätzlich verpestete. Wie auch immer: Es waren mit Sicherheit finstere Zeiten vor 250 Millionen Jahren ...