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Vor rund 250 Millionen Jahren kam es auf der Erde zu einem gewaltigen Artensterben, dem ein Großteil aller Lebensformen zum Opfer fiel. Schon länger vermuteten Forscher, dass auch hierfür - ähnlich wie beim Aussterben der Dinosaurier - ein Asteroiden-Einschlag verantwortlich gewesen sein könnte. Jetzt fanden Wissenschaftler den zugehörigen Einschlagkrater vor der Küste Australiens.

Vor 250 Millionen Jahren starben 90 Prozent der Lebensformen im Meer und 80 Prozent der Lebensformen auf dem Festland aus. Die Ursache dafür war bislang unbekannt - im Gegensatz zum Aussterben der Dinosaurier vor 65 Millionen Jahren konnte für das "Große Artensterben" am Ende des Perm-Zeitalters bisher kein Einschlagkrater aufgespürt werden. Kürzlich berichteten amerikanische und australische Forscher in der Online-Ausgabe des Fachblatts Science, sie hätten Hinweise auf einen 200 Kilometer großen Einschlagkrater vor der nordwestlichen Küste Australiens entdeckt. Zudem stießen die Wissenschaftler in der Antarktis auf Trümmer eines großen Asteroideneinschlags in 250 Millionen Jahre alten Sedimentschichten (astronews.com berichtete). Damit scheint der Auslöser für eine der größten Katastrophen in der Erdgeschichte gefunden.

Die "Bedout-Höhe" ist eine vier Kilometer weite Erhebung, eingebettet in ein 200 Kilometer großes Bassin, auf dem Meeresgrund vor Australien. Seismische Daten und Messungen des Schwerefelds über dieser Struktur gleichen denen des großen Einschlagkraters auf der Yukatan-Halbinsel in Mexiko. Dort ist vor 65 Millionen Jahren ein großer Asteroid eingeschlagen und hat so das Artensterben ausgelöst, dem auch die Dinosaurier zum Opfer fielen. Die Bohrkerne aus der Bedout-Region zeigen, genau wie jene von der Yukatan-Halbinsel, typische Schmelzspuren eines großen Einschlags.

"Viele Forscher haben den Einschlag vor 65 Millionen Jahren immer noch als Zufallsereignis abgetan, das mit dem Artensterben nichts zu tun hat", erklärt Luann Becker von der University of California in Santa Barbara, Hauptautorin der Science-Veröffentlichung. "Nach der Entdeckung des Bedout-Kraters kann die Gleichzeitigkeit solcher Katastrophen - Artensterben und Einschlag - kaum noch als Koinzidenz abgetan werden."