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Ablauf eines Impaktes

Der Einschlag

Die Geschosse nähern sich der Erde mit einer Durchschnitsgeschwindigkeit von 25 km/h. Alle Körper mit einem Gewicht mit mehr als 100.000 kg. treffen von der Atmosphäre ungebremst auf der Erde auf. Die Eintrittsgeschwindigkeit der Impaktoren liegt, je nach Größe und Zusammensetzung, zwischen 11,2 km/s Mindest- und 72,8 km/s als Höchstwert.
Beim Durchschlagen der Atmosphäre erzeugt das Projektil auf seiner Flugbahn ein zylindrisches Loch, in dessen Vakuum das atmosphärische Gas radial und abwärts eindringt.
Gleichzeitig schiebt das Geschoß eine gewaltige Schockwelle vor sich her, die beim Auftreten auf die Erdoberfläche von dieser reflektiert wird und sich mit rascher Geschwindigkeit vom Einschlagspunkt aus halbkugelförmig fortpflanzt. Die nähere und weitere Peripherie des Kraters wird von den Schockwellen noch vor dem Entwickeln der Auswurfsfontäne getroffen. In etwas mehr als 17 Stunden ziehen die Schockwellen in mehrfacher Orkanstärke, immer schwächer werdend, einmal um den Globus. Sie können allerdings so stark sein, daß sie bis zu ihrem völligem Abschwächen den Erdball mehrere Male umrunden. Ab einer Geschwindigkeit von 17km/s, das entspricht etwa einer Temperatur von 100.000°C, verdampft im Kernbereich der gesamte Körper und ein großer Anteil der umgebenden Gesteine. In einem Umkreis von über 1.000 km (je nach Größe des Impaktors mehr oder weniger) bedeutet dies für jeden Organismus sofortige Blindheit und Taubheit und, auf Grund des glühenden Fallout, auch den Tod.
Das hochgeschleuderte Material kann bis zu dem Hundertfachen der Masse des Boliden betragen. Die Ejekta, das nicht verdampfte, glühende Gestein, wird in einem Umkreis von hunderten von Kilometern verteilt. Der größte Materialanteil wird jedoch in Form einer riesigen, aus Dampf und Staub bestehenden Föntäne senkrecht nach oben ins Weltall geschleudert, wo es sich mit 11,2 km/s gleichmäßig über den Planeten ausgebreitet. Ab einer Sprengkraft von 0.5 Gigatonnen TNT entstehen dabei die charakteristischen Ringstrukturen des Atompilzes nicht mehr.

Der Krater

Die Stärke der Druckwelle, schlägt der Körper im Ozean ein, komprimiert das Wasser auf das zweieinhalbfache seiner Dichte. Durch das Verdampfen des Gesteins entsteht eine zunächst übertiefe Aushöhlung, die gleich nach dem Auswurf der Gesteinsmassen in sich zusammensackt. Bei einer Sprengkraft von 5 Tonnen TNT bildet sich im Krater eine zentrale Erhebung. Beträgt die Sprngkraft mehr als 500 Tonen TNT bildet sich eine Ringstruktur mit flachem oder breitem Boden.
Entstehung eines komplexen Einschlagkraters mit zentraler Erhebung in einzelnen, rasch aufeinanderfolgenden Bildungsstadien. Die zenterale Erhebung bildet sich bereits, bevor sich die ringförmig nachsackenden Ränder voll entfaltet haben. Aushählung und Beginn der Hebung. Am Kraterboden entstehen Schmelzprodukte. Zentrale Hebung und Randkollaps. Endgültiger Krater. Tollmann, S 37

Das Impaktbeben

Ein Impaktor mit 100 Milliarden Tonnen erzeugt eine 500 bis 2500 mal stärkere Bebenwirkung als einer mit einer Sprengkraft von 5 Tonnen TNT. Die Stärksten in diesem Jahrhundert gemessenen Beben zeigten auf der exponentiellen Richter-Skala eine Magnitude von 8,3. Der Endkreidekörper von Yukatan besaß eine Masse von 1 Billion Tonnen, was einem Ausschlag von 12,5 auf der Richter-Skala entsprach.
Solch gewaltige Beben haben enorme Auswirkungen. Berg- und Felsstürze sind noch harmlos. Bei solchen Energiemengen kommt es zu großräumigen Landschaftsveränderungen: Erdschollen werden gehoben, verformt, gesenkt, schieben sich übereinander. Grabenbruchsysteme bersten auseinander und geben Unmengen an Lava frei. Einige Forscher gehen sogar so weit zu behaupten, daß die Kontinentaltrift in Mitleidenschaft gezogen wird.

Der Vulkanismus

Die in jüngster Zeit vom Sandia National Laboratory, New Mexico, USA, entwickelte Antipoden-Theorie sagt aus, daß ein Kometeneinschlag auf der ihm diametralen Seite der Erde so gewaltige Erdbeben auslöst, daß die Erdkruste aufbricht und Vulkanausbrüche verursacht. Den Computermodellen zufolge genügt ein Planetoid von 10 km Durchmeser, der mit einer Geschwindigkeit von 70.000 km/h auf die Erde prallt, um die Doppelkatastrophe auszulösen.
Möglich ist dies nur, da der Aufbau der Erde - Krust, Mantel, äußerer und innerer Kern - wie eine Sammellinse wirkt. Die Erdbebenwellen, die der Impakt verursacht, pflanzen sich auf verschiedene Arten fort: Oberflächenwellen geben,wie der Name schon sagt, ihre Energie an die Erdkruste ab. Die Raumwellen dagegen dringen in die Tiefen des Planeten ein und verursachen ihre Schäden tausende von Kilometer von dem Einschlagspunkt entfernt. Dabei bewegen sich die Wellen gradlinig. Je nach Schichtdichte variieren sie nicht nur ihre Richtung, sondrn auch ihre Geschwindigkeit - denn je dichter eine Schicht ist, desto schneller leitet sie die Energie der Wellen weiter. Treffen die Wellen auf die Grenzen zweier verschiedener Gesteinsschichten, kommte es nicht nur zur Reflektion, sondern auch zur Refraktion. Die Raumwellen werden, wenn sie wieder auf eine Schicht mit geringerer Dichte treffen, so lange zurückgeworfen, bis sie sich nach nur 80 Minuten an dem dem Einschlagskrater entgegengestzten Punkt bündeln und mit der vereinten Energie, die derjenigen des Impaktes proportional ist, die Erdkruste aufreist. Monate- bis jahrelang anhaltender Vulkanismus ist die Folge.
Im Gegensatz zum Mars, der weder eine Atmosphäre noch bewegliche Kontinentalplatten hat, läßt sich auf der Erde Antipoden-Vulkanismus schwerlich beweisen. Sollte der vor 65 Mill. Jahren entstandene Chicxulub-Krater vor Yucatan (Mexico) eine Entsprechung auf der entgegengesetzten Erdseite gehabt haben (Indiens Hochplateau mit den riesigen Lavaablagerungen wird in Fachkreisen dafür angesehen), so dürften die eindeutigen Beweise durch Erosion und Kontinentaltrift in den dazwischenliegenden Äonen zerstört worden sein. Auf dem Roten Planeten wird die Antipoden-Theorie allerdings bestätigt: Hellas Planitia, ein ungewöhnlich großer Meteoritenkrater, gegenüber befindet sich der größte Vulkan des Sonnensystems: Alba Patera.

Der Feuersturm

Zusammen mit dem glühenden Fallout entfacht der Hitzeschock, der sich radial von dem Einschlagsort fortflanzt, einen Feuersturm. Die Wucht und die Temperatur der Hitzewelle sind dermaßen enorm, daß die Wälder im Umkreis von mehreren hundert Kilometern wie Strohhalme geknickt und vorgetrocknet werden. Vögel werden im Flug gebraten. Bei einer Temperatur von 545°C entzündet sich Holz von selbst. Bei den vorgetrockneten Wäldern genügen schon 380°C, um entflammbare Gase entstehen zu lassen. Als Reaktion auf den Hitzesturm setzt in der nächsten Phase ein zum Zentrum des Einschlages hin gerichteter Gegensturm ein.
Einen wahren Weltenbrand verursacht ein Geschoß, daß unter einem schrägen Einfallswinkel von etwa 5-15° zur Horizontalen auftrifft. Bei solchen Einschlägen prallt der Körper ohne zu verdampfen ab, zerbricht in mehrere Trümmer, die nacheinander in der Schußrichtung einschlagen und dabei eine breite Feuerschneise hinter sich herziehen. In die Flugbahnen der Fragmente, die wie Einströmkanäle wirken, wird die Sauerstoffreiche Luft der Atmosphäre eingesogen und der Brand so noch stärker angefacht.
Zu den ungeheuren Massen des Impaktstaubes gesellen sich nun die ebenso zahlreichen Rußpartikel der Feuersbrünste. Die unausweichliche Folge ist, daß die verschmutzte Erdadmosphäre die Hitzestrahlung reflektiert und somit sowohl die Brände ausbreitet, als auch die dazu führenden Temperaturen weiter ansteigen läßt.

Die Flutwelle

Die Flutwelle, die bei einem Einschlag auf Wasser entsteht, kann anfangs so hoch sein, wie der Ozean an der Einschlagsstelle tief ist - bei einer Durchschnittstiefe von 4-5 km jedoch maximal 8 km.
Unmittelbar am Einschlagsort schießt das Wasser senkrecht nach oben und verdampft. Bei tiefem Wasser siedet der umgebende Ozean. Alle Organismen werden bei lebendigem Leib gekocht. Erst hunderte bis tausende von Kilometern entfernt sinkt die Temperatur auf ein normales Maß ab. Die mit Gesteinstrümmern beladene Flutwelle, die sich um die Einschlagsstelle ausbreitet, schlägt zuerst nach Innen zurück und pflanzt sich dann nach Außen hin mit einer Geschwindigkeit von 13 km/min fort. Allmählich nimmt die Woge ab, aber nur, um sich beim Anlaufen an der Küste zu verzehnfachen.
Zu den Flutwellen des eigentlichen Einschlages kommen noch die Tsunamis der aus dem Einschlag resultierenden Erdbeben. Die Wassermassen, die sich über die Kontinente ergießen, richten sowohl beim Einströmen, als auch beim Rückfließen ins Meer, Schäden an. Riesige Landstriche können so in wenigen Augenblicken vollkommen umgestaltet werden. Sie können auf Dauer unter Wasser liegen oder für immer versalzt sein.
Die Bildung einer Impakt-Flutwelle und ihre Auasbreitung. Bei zunächst noch ruhiger Wasseroberfläche wird das Wasser aus der beim Einschlag entstehenden Vertiefung trichterförmig ausgeworfen (A). Danach folgt das Aufsteigen einer zentralen Erhebung, während sich der erste Randwogenring nach außen bewegt und die ausgeschleuderten Wassermassen zurückfallen (B-C). In der Folge steigt die zentrale Erhebung kegelförmig empor. Die äußeren Wasserringwoge breitet sich mit sehr unruhiger Oberfläche weiter nach außen aus (D). In einem noch späteren Stadium folgen die nächsten, inneren Ringwogen nach. Tollmann, S.49

Die Impaktnacht

Die gewaltingen Aschemassen, die sowohl am Einschlagsort (Feuersäule, Brände), als auch auf der gegenüberliegenden Seite der Erde durch Vulkanismus in die Atmosphäre geschleudert werden, haben einen Zustand der Dämmerung zur Folge, dem ein leichter Temperturrückgang folgt. Dieser Zustand kann, mit stetig sinkenden Temperaturen, über Monate hinweg anhalten. Hauptursache für den Temperaturrückgang ist der Ruß, da dieser die Sonnenstrahlen weit effektiver ins All reflektiert, als die anderen Schmutzpartikel. Man schätzt, daß eine Impaktnacht, zwischen einem und sechs Monaten dauert. 0,01 g Feinstniederschlag/qcm reicht aus, um die Photosynthese der Pflanzen für zwei bis zwölf Monate zum Erliegen zu bringen. Dies genügt, um den Großteil der Vegetation absterben zu lassen. 0,1 g/qcm genügen, um für das menschliche Auge eine langanhaltende Dunkelheit zu erzeugen. Je feiner die Partikel sind, desto höher steigen sie in die Atmosphäre aufwärts und desto länger können sie dort verweilen. Je dichter sich die Staubpartikel zu festen, größeren Teilchen zusammenballen, desto leichter können sie vom Regen ausgewaschen werden.

Der Impaktwinter

In Folge der geringen Sonneneinstrahlung sinkt die Temperatur auf der Erdoberfläche über zwei bis fünf Monate hinweg stetig ab (bei einem 10 km großen Einschlagskörper auf bis zu -20°C). Ein Mehrfaches dieses Zeitraumes dauert es, bis die Temperaturen wieder ihren ursprünglichen Wert erreicht haben. Auf Grund des Treibhauseffektes steigen sie allerdings auch noch weiter an.
Einzig die Ozeane, die auf Grund ihrer wärmespeichernden Eigenschaft als riesige Wärmereservoire dienen, sind von der Abkühlung gering betroffen. Bis zu einer Tiefe von 75 m sinkt die Temperatur lediglich um ein bis zwei Grad
Die verdampfenden Wassermassen gehen in sintflutartigen Regenfällen nieder und gefrieren, da die Minustemperaturen an der Erdoberfläche über ein halbes Jahr lang andauern, zu riesigen Eisfeldern. Auf Grund der Albedo dauert der Wärmeverlust durch die erhöhte Rückstrahlung der Eisflächen bis zu mehreren Jahrhunderten.

Sturzregen und Schneeflut

Von wesentlicher Bedeutung auf die Menge des in der Fontäne zum Himmel schießenden Wassers, ist die Konsistenz des Impaktors. Ein 10 km großer Asteroid - ein Festkörper also - würde ca. 3,5 Billionen Tonnen Wasser in die Atmosphäre schleudern. Die Impaktfontäne eines gleichgroßen Kometen aber, der ja zum Großteil selbst aus Wasser besteht und auch eine höhere Einfallsgeschwindigkeit hat, würde dagen aus 930 Billionen Tonnen bestehen.
Diese verdampfenden Wassermassen sättigen die Atmosphäre und gehen in globalen Sturzregen unvorstellbaren Ausmaßes auf die Erde nieder. Durch die Abkühlung wandeln Sie sich allerdings sehr bald in Schnee um (vgl. Impaktwinter). Lediglich in der nähren Umgebung des Kraters stürzt, wegen der Menge des Wassers, nicht tropfenförmiger, kochender Platschregen zu Boden - hier allerdings in Form von Schlammregen. Dabei kann die tägliche Niederschlagsmenge wochenlang 5.000 - 10.000 mm betragen. Nach und nach vereist auch der Großteil dieser Wassermassen. Die Erde wird mit einem meterdicken Leichentuch aus Schnee und Schmutz bedeckt.

Umweltgiftproduktion

Die enorme Energiezufuhr in der Atmosphäre verursacht chemische Umwandlungen, die in einem riesigen Ausmaß Umweltgifte erzeugen. Es entstehen gewaltige Mengen Kohlenmonoxid, Salpetersäure, Schwefelsäure, Salzsäure und, im Zusammenhang mit den Feuersbrünsten, Pyrotoxine. Außerdem führt der Impaktor selbst toxinische Schwermetalle mit sich. Der übersaure Regen wäscht zusätzlich noch Schwermetalle, aber auch Arsen, Selen und Antimon aus den obersten Erdschichten.

Ozonabbau und Strahlung

Die freigesetzte Salpetersäure führt zu einem Abbau der Ozonschicht in der hohen Stratosphäre (ca. 50 km Höhe). Der Sauerstoff des dortigen Ozons wird für die Stickoxidbildung verbraucht, wodurch innerhalb von kurzer Zeit der Ozongehalt dieser Zone auf Jahre hin bis zu 90% abnimmt.
Als Folge davon verlagert sich die darüber folgende untere Mesosphäre weiter nach unten und kühlt ab, so daß in dieser Schicht über de ganzen Erdball hinweg zur Bildung einer permanenten Schicht von feinen Eiswolken kommt. dies optisch auffällige Phänomen ist noch lange nach Sonnenuntergang zu sehen, da die extrem hoch schwebenden Eiswolken noch lange von den Sonnenstrahlen erhellt werden.
Die kanzerogene Wirkung der nun ungehemmt einfallenden UV-Strahlung äußert sich besondern in der stark ansteigenden Hautkrebsrate. Die mutagene Wirkung bewirkt durch Keimzellenschädigung Unfruchtbarkeit und Mißgeburten. Ebenso wird die Thymeusdryse in Mitleidenschaft gezogen, was eine allgemeine Schwächung des Imunsysthems nach sich zieht. Ledigllich nachtaktive Tiere, Arten mit gtagbender Lebensweise und in der Tiefsee lebenden Tiere bleiben von den UV-Schäden unberührt.
Da die Sonneneinstrahlung die Ozonbildung fördert dürfte die Ozonschicht bereits nach wenigen Jahren bis Jahrzehnten wieder vollständig hergestellt sein.

Der Treibhauseffekt

Auf den Impaktwinter folgt die Erhitzung der Erde. Die dafür verantwortlichen Gase sind hauptsächlich Kohlenstoffdioxid(CO2), Salpetersäure (HNO3), Stickoxid (N2O) und seine Nachfolger, sowie Methan (CH4). Der Enorm erhöte Wasserdampf, der in der gleichen Richtug wirkt, steigert durch die Absorption der Infrarotstrahlung noch zusätzlich den Effekt. Die entstehenden Gasmengen bei dem Einschlag eines 10 km großen Kometen reichen aus, um einen Temperaturanstieg von 4,5°C zu verursachen.
Verstärkend kommt hinzu, daß durch den verminderten Sonneneinfall der Plankton der Ozeane abstirbt. Das im Wasser gebundene Kohlenstoffdioxidgas wird ebenso freigegeben, wie dasjenige, das von den abgebrannten Wäldern durch Photosynthese nicht mehr in Sauerstoff umgewandelt werden kann.
Einen kleineren Anteil am Treibhauseffekt haben Säureregen und Antipoden-Vulkanismus.

Massensterben als Folge des Impaktes

Streßfaktoren wie Nacht, Kälte, Säureregen, erhöhte Strahlung, Umweltgifte und Nahrungsmangel, werden allen Lebewesen über 25 kg Körpergewicht den Tod bringen. Von den kleineren Tieren bleiben selektiv nur diejenigen am Leben, die sich den neuen Lebensbedingungen so schnell wie möglich anpassen.
Viele der überlebenden Tierarten haben mit der Hitze zu kämpfen. Einige werden vollkommen unfruchtbar. Andere legen durch die veränderten Bruttemperaturen ein chaotisches Paarungsverhalten an den Tag. Ein ungleiches Zahlenverhältnis zwischen Männchen und Weibchen ist die Folge.
Aufgrund der Duckwelle, der Brände, der Flutwellen und nicht zuletzt des sauren Regens sind die Landpflanzen besonders betroffen. Alles im Allem, zählt man die unmittelbaren und Spätfolgen zusammen, sterben bei einem Impakt 90-95% aller Lebensformen aus.
Um ein Ausmaß von der Dauer der einzelnen Impakt-Ereignisse zu erhalten, sei folgende Tabelle aufgeführt:

Impakt-Ereignisse und ihre Dauer 
Ereignisse  Dauer 
Hitzeorkan  Stunden 
Flutwelle und Erdbebentzunami  Stunden 
Erhitzung durch Ejekta  Tage 
Feuersbrünste  Wochen 
Dunkelheit  Monate 
Saurer Regen  Jahre 
Pyrotoxine  Jahre 
Kälte  Jahre bis Jahrzehnte 
Zerstörung der Ozonschicht und eindringende UV-Strahlung  ein bis mehrere Jahrzehnte 
Erbschädigung durch Mutagene  Jahrhunderte und mehr 
Treibhauseffekt  Jahrtausende bis Jahrzehntausende 
ausgelöster Vulkanismus  Jahrtausende bis Jahrhunderttausende 

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit eines Impaktes

Aus Vergleichsstudien mit Mond und Mars weiß man heute, daß die Erde vor 4,1 - 3,8 Mrd. Jahren, also kurz nach ihrer Entstehung, von rund 9300 Einschlägen getroffen worden ist, die Krater mit einem Durchmesser von 16 km aufwärts verursachten. Einer dieser Boliden war derart groß, daß er eine Kippung der Erdachse um 23,5° herbeiführte. Die damit verbundene Entstehung der Jahreszeiten sowie die daraus resultierende Vereisung der Polarkappen, kühlten den jungen Planeten soweit ab, daß das Leben überhaupt erst entstehen konnte.

Das Bombardement, dem die Erde damals ausgesetzt war, entspricht demnach mehr als dem Hundert- bis Fünfhundertfachen der Gegenwart. Zur Zeit geht man allerdings davon aus, daß die Impakthäufigkeit der Letzten 600 Mill. Jahre angestiegen ist, weil sich die Zahl der langperiodischen Kometen erhöht haben soll.

Die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenstoßes mit den häufiger vorkommenden kleineren Asteroiden läßt sich nur der Größenordnung nach abschätzen. Die Meinungen der Wissenschaftler gehen dabei weit auseinander. So soll ein Einschlag eines 1 km großen Körpers, der immerhin noch einen 20 km großen Krater verursachen kann, alle 250.000 bis 6 Mill. Jahre vorkommen, derjenige eines 10 km großen Objektes alle 40 Mill. Jahre. Ein Impaktor von 0,5 km, der schon ausreicht, um eine sintflutartige Flutwelle auszulösen, soll alle 55.000-100.000 Jahre mit der Erde kollidieren.

Dem gegenübergestellt seien nun die Zahlen der in den letzten Jahrzehnten entdeckten Asteroiden: 1918 wurde der erste Asteroid von M. Wolf Heidelberg entdeckt

1932 die Asteroiden 1221 Amor und 1862 Apollo

1936 Sisyphus (10 km Durchmesser), Hephaistos (9 km Durchmesser) und Adonis (10 km Durchmesser).

1937 Hermes

1989 alleine 13 Asteroiden Adonis passierte die Erde in nur 300.000 km Entfernung, Hermes in 600.000 km - also etwas weniger als das Doppelte der Strecke Erde-Mond

Die größte Gefahr stammt nach wie vor von Asteroiden, die noch nicht entdeckt worden sind - was bei Objekten mit mehr als 1 km Druchmesser 90% ausmacht.

Ebenfalls 1989 erklärten die Wissenschaftler bei der Snowbird-II-Konferenz in den USA, daß die Wahrscheinlichkeit, daß die Menschheit durch die globalen Auswirkungen eines Impaktors zu unseren Lebzeiten (die Lebensspanne dabei mit 50 Jahren angesetzt) ausgelöscht wird, betrüge 1:6000, also 25mal unwahrscheinlicher sei, als bei einem Autounfall umzukommen. Sie gingen dabei nur von den unmittelbaren Folgen aus.

Das oben geschilderte Szenario entspricht den Auswirkungen des Einschlages eines 10 km großen Kometen. Jedoch würde - die Spätfolgen miteinbezogen - bereits ein Körper von nur 0,5 km genügen, um die Erde auf Jahrtausende hinweg unfruchtbar zu machen. Grund dafür ist die fortschreitende Atomtechnologie der Menschheit. Kein End- oder Zwischenlager, erst recht nicht die Kernkraftwerke oder die Raketensilos, der ganzen Welt sind so Erdbebensicher gebaut, daß sie den gewaltigen Energiemengen standhalten könnten.

Wenn man den aktuellsten Forschungsberichten glauben schenken darf, so scheint es auch keine wirksamen Abwehrmaßnahmen zu geben.

"Atombomben wirkungslos gegen Asteroiden (Meldung vom 4.6.1998)
Mit Hilfe von Computersimulationen untersucht der amerikanische Astronom Erik Asphang von der University of California in Santa Cruz, wie sich ein möglicher Asteroideinschlag auf der Erde verhindern lassen könnte. Dabei fand er heraus, daß das oft zititerte Szenario einer Atombombenexplosion in der Nähe eines solchen Körpers nicht ausreichen könnte, um ihn von dem Kollisionskurs mit der Erde abzubringen.
In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Nature" führt Asphang dazu aus, daß der Erfolg einer solchen Aktion entscheidend von der Zusammensetzung des Asteroiden abhänge. Häufig bestünden Asteroiden nämlich nicht aus einer kompakten einheitlichen Masse, sondern seien eine Ansammlung von Trümmerstücken, die von Kollisionen anderer Himmelskörper stammten. Bei den Simulationen ging Asphang von einem Asteroiden mit einem Durchnmesser von 1,6 Kilometern aus. Diesem gab er jeweils drei verschiedene Strukturen: massives Gestein, Gesteinsbrocken und ein lockere Schutthaufen. Bei letzterem stellte er fest, daß eine Explosion von der Stärke einer Hiroshima-Bombe den Asteroiden nur teilweise berührt. Aufgrund der Dämpfung innerhalb des locker angeordneten Materials würde die Wucht einer solchen Explosion abgefangen.


Autor: Christian Rother
Quelle:
» http://v.hdm-stuttgart.de