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Hadaikum

Erstes Äon der Erdgeschichte von ca. 4.570 Ma - 3.800 Ma. Es wird auch als "vorgeologische Ära" bezeichnet. Auf das Hadaikum folgt das Archaikum.
Im Hadaikum fand zunächst die Formation des Planeten Erde statt. Nach Erreichen des Planetenstadiums konnte sich in den ersten hunderten Millionen Jahren der Erdgeschichte wegen der hohen Energien, die durch radioaktiven Zerfall von Radioisotopen und den Einschlag von Meteoriten erzeugt wurde, keine stabile Erdkruste bilden. In diesem Zeitraum fanden auch grundlegende Prozesse der Differenzierung des Erdaufbaus nach der Gesteinsdichte statt. Allgemein kann gesagt werden, dass Elemente mit hoher Dichte dabei den Erdkern bilden. Mit abnehmender Dichte folgen dann der Erdmantel und schließlich die Erdkruste.  
    4.700,0  
Archaikum

Das Archaikum (auch Archäikum) ist ein Äon der Erdgeschichte. Es erstreckt sich von etwa 3.800 Ma (= Millionen Jahre vor heute) bis etwa 2.500 Ma. Dem Archaikum geht das Hadaikum voran und es wird vom Proterozoikum abgelöst.
Wegen der anfangs stetig ablaufenden Umformung des Planeten sind aus dem Zeitraum der Planetenformation und der folgenden Zeit keine Krustenbestandteile erhalten. Erst nachdem die Bombardierung der Erde mit Meteoriten abgeklungen war und nachdem die Dichtedifferenzierungen ein gewisses Stadium erreicht hatten, konnten sich erste schuppenartige Krustenbestandteile bilden. Die ältesten bekannten Gesteine sind die "Isua-Gneise" aus Grönland.
Obwohl lange Zeit angenommen wurde, dass aus dem Archaikum keine Fossilien erhalten sind, hat sich herausgestellt, dass schon innerhalb kürzester Zeit nach der Bildung stabiler Krustenbestandteile Evolutionsprozesse begonnen haben. Ganz zu Beginn der Evolution stehen "Chemofossilien" (Makromoleküle), die in Südafrika entdeckt wurden. Ab einem bestimmten Zeitpunkt waren diese Moleküle scheinbar in der Lage, sich durch Anlagerung weiterer Molekülbestandteile zu vergrößern und sich schließlich selbst zu reproduzieren. Dieser Zeitraum kann als der Beginn des Lebens auf der Erde angesehen werden. Später folgen dann - noch im Archaikum - eindeutig biogene Fossilreste.
Die Atmosphäre im Archaikum enthielt keinen freien Sauerstoff. 


Eoarchaikum

Das Eoarchaikum ist ein geologisches Zeitalter (Ära) im Äon des Archaikum. Es stellt innerhalb des Archaikums, des zweiten Äons der Erdgeschichte die früheste von vier Ären dar. Das Eoarchaikum (von griechisch eon = "Morgendämmerung") folgt vor etwa 3.800 Millionen Jahren unmittelbar auf das erste Äon der Erdgeschichte, das Hadaikum, in dem der Planet Erde geformt wurde. Das Eoarchaikum endet vor ca. 3.600 Millionen Jahren mit dem Übergang zum Paläoarchaikum.

Geologie

Charakteristisch für das Eoarchaikum ist, dass die Erde in diesem Zeitalter erstmals eine feste Kruste besitzt, die allerdings noch ständig an vielen Stellen bricht und von glühenden Lavaströmen durchzogen ist. Der Beginn des Eoarchaikums fällt etwa mit dem Ende einer Peroide sehr schwerer Asteroideneinschläge im inneren Sonnensystem, dem Late Heavy Bombardment zusammen.
Das Eoarchaikum ist die früheste Phase unseres Planeten, aus der uns (an einigen wenigen Stellen) geologische Zeugnisse erhalten geblieben sind. Die an der Südwestküste Grönlands gefundenen so genannten Isua-Gneise stellen mit etwa 3,8 Mrd. die ältesten bekannten Gesteine unserer Erde dar.
Es gilt inzwischen als gesichert dass sich die Temperatur auf der Erde im Eoarchaikum bereits auf unter 100° C abgekühlt hatte, so dass schon erste Ozeane bestehen konnten. Die Erdatmospäre der Ära unterschied sich völlig von unserer heutigen und war vermutlich eine reduzierende.

Biologie

Eine herausragende Entwicklung des Eoarchaikums ist die Bildung frühester Formen bzw. Vorformen organischen Lebens in Form von Prokaryoten (einfache Einzeller ohne Zellkern). Bestimmte in den ältesten bekannten Gesteinsschichten (s. o.) gefundene Kohlenstoffisotope wurden als organisch identifiziert. Auch die frühesten Stromatolithen sind wohl im Eoarchaikum - oder eventuell erst im folgenden Zeitalter, dem Paläoarchaikum - entstanden. 
  3.800,0 
 

Paläoarchaikum

Das Paläoarchaikum ist das Zeitalter von 3600 Mio.-3200 Mio. Jahren.

Zu dieser Zeit tauchten die ersten Lebewesen auf. Nach einer Hypothese von Wissenschaftlern entwickelten sich im Paläoarchaikum aus einem Urlebewesen die Vorfahren der Bakterien, die Urkaryoten (Vorfahren der Eukaryoten und somit auch unsere weit entfernten Vorfahren), alle Stämme der Archae außer den Nanoarchaeota und außerdem fünf weitere unbekannte Einzellergruppen die am Ende des Archaikum ausgestorben sind und mit allen heutigen Lebewesen (Eukaryoten, Bakterien, Archea) nicht verwandt sind. 
  3.600,0 
  Mesoarchaikum

Das Mesoarchaikum ist eine geologische Ära. Es stellt innerhalb des erdgeschichtlichen Äons des Archaikums das dritte von vier Zeitaltern (Mesoarchaikum="mittleres Archaikum") dar. Es beginnt vor etwa 3.200 Millionen Jahren mit dem Ende des Paläoarchaikums und endet vor etwa 2.800 Millionen Jahren mit dem Beginn des Neoarchaikums. 
  3.200,0 
  Neoarchaikum

Das Neoarchaikum ist eine geologische Ära. Es stellt innerhalb des erdgeschichtlichen Äons des Archaikums das letzte von vier Zeitaltern (Neoarchaikum="neues Archaikum") dar. Es beginnt vor etwa 2.800 Millionen Jahren mit dem Ende des Mesoarchaikums und endet vor etwa 2.500 Millionen Jahren mit dem Beginn des Paläoproterozoikums. 
  2.800,0 


Proterozoikum

Das Proterozoikum (von griech. próteros vorherig, früh; zôon Lebewesen, früher Algonkium genannt) ist ein Äon der erdgeschichtlichen Entwicklung im Präkambrium. Sie reicht von vor 2,5 Mrd. Jahren bis ca. vor 542 Mill. Jahren.
Der Name Proterozoikum zeigt an, dass es sich um die Zeit des beginnenden Lebens handeln soll. Im Proterozoikum entstehen in größerer Zahl zunächst ein- und dann mehrzellige Organismen, die gegen Ende des Proterozoikums soweit differenziert sind, dass sich erste Mollusken entwickeln. Daneben bestanden exotische Lebensgemeinschaften schwer einzuordnender und rekonstruierbarer eigentümlicher Tiere, wie sie in der bekannten Ediacara-Fauna erhalten sind. Mit Abschluss des Proterozoikums an der Wende zum Kambrium scheinen die meisten Stämme des Tierreichs als Ausgang für die folgende 'kambrische Explosion' bereits vorhanden gewesen zu sein.
Im Proterozoikum fand auch eine bedeutende Entwicklung der Atmosphäre statt. Durch Zunahme der biologischen Aktivität (Photosynthese, Methan) änderte sich die Zusammensetzung der Luft: der Sauerstoffgehalt stieg. Auch das Klima war zeitweise bedeutend anders als heute, es gibt Hinweise auf globale Vereisungen (Schneeball-Erde, Snowball Earth).
Das Proterozoikum folgt auf das Archaikum (3.800 Ma - 2.500 Ma). Ihm folgt das Phanerozoikum (542 Ma - 0 Ma). 
Paläoproterozoikum

Teilperiode des Proterozoikums.
Gesamtdauer 2.500 - 1.600 Ma (1 Ma = 1 Mio. Jahre)
Während des Paläoproterozoikums entwickelte sich das noch einzellige Leben weiter. Aus einfachen Bakterien entwickelten sich die ersten komplexen Einzeller mit Organellen und später auch einem Zellkern (Eukaryonten). Hierzu gehörten auch die ersten Grünalgen und die ersten einzelligen Tiere. 


Siderium

Das Siderium ist eine Periode der Erdgeschichte. Es stellt innerhalb des erdgeschichtlichen Äons des Proterozoikums (Ära Paläoproterozoikum) den frühesten Abschnitt dar. Der Beginn des Sideriums wird auf 2.500 Millionen Jahre vor heute angesetzt und stellt das Ende des Archaikums dar. Etwa 200 Millionen Jahre später wird das Siderium vom Rhyacium abgelöst. 
2.500,0 
    Rhyacium

Das Rhyacium (von griech. rhyax = "Lavastrom") ist eine erdgeschichtliche Periode innerhalb des Äons des Proterozoikums (Ära Paläoproterozoikum). Ihr Beginn wird auf 2.300 Mio Jahre vor heute angesetzt, ihr Ende bei 2.050 Mio Jahren. Sie folgt der Periode des Sideriums und wird vom Orosirium abgelöst. 
2.300,0 
    Orosirium

Das Orosirium ist eine erdgeschichtliche Periode innerhalb des Äons des Proterozoikums (Ära Paläoproterozoikum). Ihr Beginn wird auf 2.050 Mio Jahre vor heute angesetzt, ihr Ende bei 1.800 Mio Jahren. Sie folgt der Periode des Rhyacium und wird vom Statherium abgelöst. 
2.050,0 
    Statherium

Das Stratherium ist eine erdgeschichtliche Periode innerhalb des Äons des Proterozoikums (Ära Paläoproterozoikum). Ihr Beginn wird auf 1.800 Mio Jahre vor heute angesetzt, ihr Ende bei 1.600 Mio Jahren. Sie folgt der Periode des Orosiriums und wird vom Calymmium (Periode der Ära Mesoproterozoikum) abgelöst. 
1.800,0 
  Mesoproterozoikum  Calymmium  1.600,0 
    Ectasium  1.400,0 
    Stenium

Stenium ist eine Epoche des Proterozoikum und beginnt vor 1.200 Millionen Jahren und endet vor 1.000 Millionen Jahren. Mit dem Stenium endet das Mesoproterozoikum und das Neoproterozoikum beginnt. Im Verlauf des Steniums formte sich der Superkontinent Rodinia (russ. Heimatland).
Das Proterozoikum ist das Äon vor dem Phanerozoikum, also vor der Kambrischen Explosion, als sich in scheinbar kurzer Zeit viele Lebewesen entwickelten, deren fossile Reste heute noch gefunden werden. Im Gegensatz dazu sind nur wenige Fundorte von Fossilien aus dem Proterozoikum bekannt, die zusätzlich schwer einzuordnen sind. Daher ist die stratigrafische Einteilung der Perioden und Epochen dieses Äons sehr schwierig. 
1.200,0 
  Neoproterozoikum

Das Neoproterozoikum bezeichnet die jüngste Ära der Erdurzeit (Präkambrium) und des Proterozoikums, d.h. des Äons, in welchem das vielzellige Leben auf der Erde begann. Mikroorganismen erschienen auf der Erde erstmals schon vor ca. 3,8 Milliarden Jahren.
Während des Neoproterozoikums entwickelten sich zunächst höhere Einzeller mit Zellkern (Eukaryonten) und später mehrzellige Pflanzen und Tiere (Weichtiere) in vielen verschiedenen Stämmen und bildeten die Basis für den Übergang in das Phanerozoikum, beginnend mit dem Kambrium, dem ersten Zeitalter des Erdaltertums (Paläozoikum). Während des Neoproterozoikums kam es wiederholt zu gravierenden Eiszeiten mit teilweise globaler Vereisung ("Snowball Earth"). 
Tonium  1.000,0 
    Cryogenium

Cryogenium ist die 9.Epoche des Proterozoikum und die 2. Epoche des Neoproterozoikum Es beginnt vor 850 und endet vor 630 Millionen Jahren. Es folgt dem Tonium und wird vom Ediacarium abgelöst. 
850,0 
    Ediacarium

Das Ediacarium ist die seit Mai 2004 gültige Bezeichnung des letzten geologischen Zeitabschnittes des Präkambrium, also jüngstes Proterozoikum. Es beginnt vor 630 Millionen Jahren und endet vor rund 542 Millionen Jahren mit dem Beginn des Kambrium.
Im Ediacarium ist der Ursprung des mehrzelligen Lebens zu erwarten. In dieser Zeit entstanden offensichtlich die Organismen, die keine Schalen trugen und deren Skelettfunde entsprechend sehr selten sind. Aus diesem Zeitabschitt der Erde sind die ersten mit bloßem Auge sichtbaren Fossilien erhalten. Mit den Funden der Ediacara-Fossilien, den Fossilien der Burgess-Schiefer sowie der Vendobionten aus dieser Epoche hat auch der Begriff der Kambrischen Explosion des Lebens seine Bedeutung verloren. Diese Entwicklung kam zum Durchbruch, nachdem zuvor mehrere globale Eiszeiten auf der Erde das Klima beherrscht hatten 
630,0 
Phanerozoikum

Das Äon Phanerozoikum (übersetzt in etwa: Zeitalter des sichtbaren Lebens) umfasst die drei Ären Paläozoikum, Mesozoikum und Känozoikum.
Die Entstehung des Begriffs Phanerozoikum ist darin begründet, dass ab dem Kambrium (dem untersten System des Paläozoikums) erstmals in großer Anzahl makroskopisch sichtbare Fossilreste auftreten. Im Zeitabschnitt vor dem Phanerozoikum - dem Kryptozoikum - sind zwar ebenfalls Fossilreste erhalten, diese sind allerdings vorwiegend (aber nicht ausschließlich, beispielsweise in der Ediacara-Fauna) nur mit mikroskopischen Methoden zu erfassen.
Der Begriff Phanerozoikum ist ein biostratigrapischer Gliederungsbegriff. 
Paläozoikum

Das Paläozoikum, auch Erdaltertum, ist das älteste der drei Erdzeitalter (Ären) in die das Äon Phanerozoikum innerhalb der geologischen Zeitskala geteilt wird. Es umfasst den Zeitraum von 542 Millionen Jahren bis 251 Millionen Jahren vor der Gegenwart. Auf das Paläozoikum folgt das Mesozoikum. Das jüngste Zeitalter im Phanerozoikum ist dann das Känozoikum (Erdneuzeit).

Vor dem Kambrium liegt das so genannte Präkambrium, es umfasst die Äonen Proterozoikum, Archaikum und Hadaikum, ab der Entstehung der Erde vor ca. 4,560 Milliarden Jahren bis zum Paläozoikum.

Leben im Paläozoikum
Das Paläozoikum begann mit dem Auftreten kleiner, hartschaliger Fossilien, der so genannten small shelly fauna an der Basis des Kambrium, in der Stufe des Tommotium. Im Kambrium entwickelten sich dann fast alle auch heute noch existierenden Stämme des Tierreichs.
Das Leben beschränkte sich anfangs auf die Ozeane. Am Ende des Ordoviziums kam es zeitgleich mit der oberordovizischen Vereisung zu einem Massenaussterben, ebenso am Ende des Devon. Aus oberdevonischen Schichten geht jedoch hervor, dass das Leben schon das Land erobert hatte, es sind die ersten Amphibien überliefert, die zumindest teilweise an Land lebten. Pflanzen vollzogen den Sprung auf das Land vermutlich schon im späten Ordovizium.
Im Karbon und Perm waren die Kontinente bereits von einer vielfältigen Fauna bewohnt und von den Wäldern bewachsen, deren Fossilien man heute in den alten Steinkohlenflözen findet. Die größten tierischen Formen dieser Zeit stellten die Therapsiden, säugetierähnliche Reptilien.
Am Ende des Paläozoikums, im oberen Perm kam es dann zu einem der größten Massenaussterben der geologischen Geschichte. Über einen Zeitraum von größenordnungsmäßig zehn Millionen Jahren starben zwischen 75 und 90 Prozent aller damals existierenden Arten. Die später im Mesozoikum so erfolgreichen Ammonoideen entgingen äußerst knapp der Auslöschung, nur zwei oder drei Arten überlebten die Krise im Perm bis in die nachfolgende Trias.
Geologische Befunde sprechen für eine Verschlechterung des Klimas als mögliche Ursache der Katastrophe. Die Polregionen waren im Perm von Kontinenten bedeckt, auf denen sich große Inlandeismassen bildeten. Das geographische Verbreitungsgebiet vieler tropischer, wärmeliebender Arten war auf die Tethys beschränkt, einen Meeresgolf, der von Osten in den Superkontinent Pangäa hineinragte. 
Kambrium

Das Kambrium ist in der Geologie das älteste stratigraphische System des Paläozoikums und wurde von Adam Sedgwick schon in den 30erjahren des 19. Jahrhunderts nach dem alten Namen von Wales (Cambria) benannt.
Das Kambrium begann vor 542 Millionen Jahren und endete vor 488 Millionen Jahren mit dem Beginn des Ordoviziums. Die Periode ist gekennzeichnet durch die "Kambrischen Explosion" bei der in einem geologisch kurzen Zeitraum sehr viele mehrzellige Tierarten entstanden, deren grundsätzliche Baupläne sich teilweise bis heute erhalten haben.
Die Vorfahren dieser Tiere stammen aus Erdzeitaltern vor dem Kambrium, aus denen aber nur sehr wenige Fossilien bekannt sind. Daher wurde der gesamte Zeitraum - von der Entstehung der Erde (vor ca. 4,560 Milliarden Jahren) bis zur Entwicklung der Tierwelt im Kambrium - als Präkambrium bezeichnet. Heute kann man diesen langen Zeitraum auch ohne Zuhilfenahme von Leitfossilien besser aufgliedern (siehe: Geologische Zeitskala).
Dennoch markiert der Beginn des Kambriums sowohl klimatisch als auch biologisch einen sehr wesentlichen Einschnitt in der Erdgeschichte, mit dem auch das Äon des Phanerozoikums begann, jener große geologische Abschnitt, in dem sich die Erde bis in unsere Zeit entwickelte. 
542,0 
    Ordovizium

Das Ordovizium begann vor 488 Millionen Jahren und endete vor ca. 444 Millionen Jahren mit dem Beginn des Silur.

Beginn des Ordoviziums
Am Ende des Kambriums kam es zu einem Wechsel in der marinen Fauna, viele Arten starben aus. Als Leitfossil für den Beginn des Ordoviziums ist der Conodont Iapetognathus fluctivagus definiert, gemeinsam mit dem Graptolithen Rhabdinopora flabelliforme und dem ersten Auftreten des Trilobiten Jujuyaspis.

Ende des Ordoviziums
Am Ende des Ordoviziums kam es zu einem Massenaussterben, bei dem 60% der marinen Arten ausstarben. Dieses Massenaussterben stellt einen der fünf großen Einschnitte innerhalb des Äons des Phanerozoikums dar.

 
488,3 
    Silur

Es dauerte von vor 444 Millionen Jahren bis zum Beginn des Karbons vor 416 Millionen Jahren.
Prägend für diese Zeit ist der Kontinent Euramerika. Das Klima zu dieser Zeit war recht warm, so dass es zu verstärkten Riffbildung kam. Der Wasserstand war zu dieser Zeit recht hoch, das führte auch zur Bildung von Flachmeeren auf den Kontinenten. Die ersten Kiefermäuler (Gnathostomata) kommen auf. Sie lebten mit riesigen bis zu 2 Meter langen Seeskorpionen im flachem Meer. Die Landpflanzen entwickeln sich weiter und breiteten sich aus. Die ersten Gefäßpflanzen erschienen. 
443,7 
    Devon

Es begann vor etwa 416 Millionen Jahren und endete vor 359 Millionen Jahren
In diesem Zeitalter bevölkerten bereits viele Schwämme, Korallen, Muscheln, Schnecken und Tintenfische die Ozeane der Erde.
Die Landpflanzen, die sich bereits im Ordovizium entwickelt hatten, breiteten sich weiter aus.
Weiterhin entwickelten sich die Fische, namentlich die Panzerfische (Placodermi), in ungeheurer Vielfalt, daher wird das Devon auch als "Zeitalter der Fische" charakterisiert. Der größte Fisch und zugleich das größte tierische Lebewesen war der oberdevonische Arthrodire Dunkleosteus, ein räuberischer Panzerfisch, der eine Länge von bis zu 9 m erreicht haben könnte. Gegen Ende des Devons unternahmen die ersten Landwirbeltiere (Tetrapoden) in Gestalt der Amphibien wie Ichthyostega den ersten Landgang. 
416,0 
    Karbon

Das Karbon ist eine Periode der Erdgeschichte. Es wurde bereits 1822 in England als geologisches System (= Periode) eingeführt. Namensgebend sind die weltweit verbreiteten Kohleflöze vor allem im Oberkarbon (lateinisch carbo - Kohle). Das Karbon begann vor 360 Millionen Jahren und endete vor 286 Millionen Jahren. Die zeitlichen Grenzen zum älteren Devon und jüngeren Perm werden durch radiometrische Datierungen des Alters von Grenzsedimenten ermittelt. 
359,2 
    Perm

Das Perm ist auf der Geologischen Zeitskala die letzte Periode in der Ära des Paläozoikums an der Grenze zum Mesozoikum und dauerte etwa 50 Millionen Jahre 299 Ma bis 251 Ma v.u.Z.). Das Perm ist in Deutschland unterteilt in die Epochen des Rotliegend und des Zechstein.
Während des Perm herrschte in vielen Gebieten der Erde ein relativ trockenes Klima, die reichsten Salzlagerstätten der Erdgeschichte entstanden in dieser Zeit.
Höhepunkte während des Perm: zwischen dem heutigen Madagaskar und Afrika zeigten sich die ersten Spuren vom tektonischen Zerfall Gondwanas, Pangaea begann sich zu bilden, die Tethys war weitgehend subduziert, die Auffaltung der Varisziden beendet und der Ural faltete sich auf. 
299,0 
  Mesozoikum

Das Erdzeitalter des Mesozoikum (vom griechischen mesos Mitte und zoon Lebewesen) begann vor 251 Millionen Jahren und endete vor 65,5 Millionen Jahren. Es wird in Trias, Jura und Kreide gegliedert. Auf das Mesozoikum folgt das Känozoikum

Das Mesozoikum begann nach einer noch unbekannten Katastrophe am Ende des Perms (Paläozoikum), bei der 90% aller Tier- und Pflanzenarten ausstarben. Dies machte den Weg frei für eine völlig neuartige Tier- und Pflanzenwelt.
Im Mesozoikum begann die Welt so zu werden, wie wir sie kennen:
Die Dinosaurier entstanden, herrschten und starben aus. Ihre nächsten heutigen Verwandten sind die Vögel und die Brückenechsen.
Die Pterosaurier und eine ganze Reihe von Wasserreptilien entstanden ebenfalls, um am Ende des Mesozoikums wieder auszusterben.
Ebenso entstanden die ersten kleinen Säugetiere und die ersten Blütenpflanzen sowie die meisten modernen Bäume.
Hinweise deuten darauf, dass am Ende des Mesozoikums ein Meteorit nahe der Yucatánhalbinsel (Mexiko) einschlug (siehe KT-Impakt). Dieser Einschlag wird vielfach für das Aussterben von 45% aller Tier- und Pflanzenarten, darunter alle Dinosaurier, Flugsaurier, Ammoniten und die meisten Meeresreptilien und Vögel, die damals lebten, verantwortlich gemacht. 
Trias

In der Trias tauchten die ersten Säugetiere und vor allem die Dinosaurier auf, die in der Kreide ihre höchste Entwicklung erreichten. Am Anfang des Trias gab es nur ziemlich kleine, fleischfressende Dinosaurier, wie den drei Meter langen Coelophysis, der zu den Theropoden gehörte. Später entwickelten sich riesige Pflanzenfresser, wie Plateosaurus, der zwischen sechs und acht Metern lang wurde und zu den Prosauropoden gehörte.
Die Trias begann vor 251 Millionen Jahren und endete vor 200 Millionen Jahren. Die Grenzen zum nachfolgenden Jura und zum vorhergehenden Perm werden durch Massenaussterben (auch Aussterbeereignisse genannt) markiert und sind durch absolute Datierungen mittels Radioaktivität von Gesteinen abgesichert. 
251,0 
    Jura

Die Jurazeit begann vor etwa 195 (205) Millionen Jahren (Ende des Trias) und endete vor etwa 135 (142) Millionen Jahren (Beginn der Kreide).
Während des frühen Jura brach der Superkontinent Pangäa auseinander, die Bruchstücke bildeten Nordamerika, Eurasien und Gondwana (Südkontinent). Der frühe Atlantik und das Tethysmeer waren noch schmal. Im späten Jura zerbrach auch der Südkontinent Gondwana. 
199,6 
    Kreide

Nach der gängigen Theorie brach während des Mesozoikums der "Superkontinent" (Pangäa) auseinander, und gegen Ende der Kreidezeit zeichnen sich die Umrisse der heute bekannten Kontinente ab. Erklärt wird dieser Prozesses mit Hilfe der von Alfred Wegener (1880-1930) begründeten Theorie der Plattentektonik.
Zu den herausragenden Ereignissen der mittleren Kreidezeit zwischen ca. 120 Millionen und 80 Millionen Jahren gehört eine gewaltige Superplume-Aktivität hauptsächlich im Bereich von Indien (Dekkan-Plateau) und des westlichen Pazifiks. Dieser 40 Millionen Jahre anhaltende Vulkanismus riesigen Ausmaßes auf dem Ozeanboden hatte globale Konsequenzen  
145,5 
  Känozoikum

Das Känozoikum begann vor etwa 65,5 Millionen Jahren und geht bis zum heutigen Tag.
Das Känozoikum wurde früher eingeteilt in die Periode des Tertiärs mit Paläozän, Eozän, Oligozän, Miozän und Pliozän und in die Periode des Quartärs mit Pleistozän und Holozän. Heute spricht man von den Perioden des Paläogen (mit Paläozän, Eozän und Oligozän) und des Neogen (mit Miozän, Pliozän, Pleistozän und Holozän). 
Paläogen

Zu Beginn des Paläogens kam es nach dem Aussterben der großen Saurier zur Entwicklung der Vögel und einer beträchtlichen Differenzierung der Säugetiere, die von ehemals kleinen Formen in der vergangenen Kreidezeit zu den beherrschenden Landtieren wurden. Gegen Ende des Paläogens waren die Rüsseltiere die größten Landsäugetiere. Die einzelnen Kontinente waren anfangs isoliert, über eine Landbrücke zwischen Afrika und Eurasien, die sich vor 27 Millionen Jahren bildete, konnten sich die Tiere jedoch wieder weit verbreiten. Nur Australien nahm eine andere Entwicklung. 
65,5 
    Neogen

Das Neogen ist die jüngste erdgeschichtliche Periode in der Geologischen Zeitskala, beginnend vor 23,03 Millionen Jahren und bis in die geologische Gegenwart reichend. Das Neogen ist gekennzeichnet durch die Entwicklung der Vögel sowie der Säugetiere bis hin zum heutigen Menschen. Zwischen den Kontinenten Nord- und Südamerika bildete sich eine Landbrücke. Es kam zu einer langsamen klimatischen Abkühlung bis hin zur Eiszeit im jüngeren Neogen (früher: "Quartär"). Das Holozän (Beginn vor ca. 10.500 Jahren) ist die oberste Stufe des Neogens und bezeichnet mit einem geologischen Begriff die Zeit, in der wir heute leben.
 
23,03 

Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Geologische_Zeitskala