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Das Zikkurat von Ur, ein Tempelturm der Sumerer, entstanden um etwa 2000 v. Chr. Erhalten sind nur die untere Stufe des Turmes und ein Teil des Lehmkernes.



In sumerischer Zeit stand jede Stadt unter dem Schutz einer bestimmten Gottheit. Diese wohnte im Tempel.
Die Tempel in der Stadt beherrschten den Ort geographisch und politisch. Sie bildeten den Mittelpunkt in vielerlei Hinsicht. Der Tempel lag auf einer erhöhten Terasse, was auch damit zusammenhängt daß die einzelnen Heiligtümer im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende immerwieder überbaut wurden, und sich langsam ein Hügel bildete. Im Inneren befinden sich Stufen die zu einem Altar hinaufführen. Dort befand sich ein Tisch auf welchem Brand- und andere Opfer dargebracht wurden. Eine Außentreppe des Tempels führte hinauf zum Dach, damit dort die Gebete gesprochen werden konnten. Denn damit die Götter einen erhörten, mußte man sich möglichst nah bei ihnen befinden und gut sichtbar sein. Da der Tempel meist das höchste Gebäude der Stadt war, war er also hierfür genau der richtige Ort. Die großen Tempel waren dem gemeinen Volk jedoch meist nicht zugänglich.
Politische und religiöse Macht wurden von den Tempeln ausgeübt. Auch der König war in viele religiöse Rituale und Feste mit eingebunden. Er war gleichzeitig auch Hohepriester, wenn auch mit besonderer Aufgabe. Schreiber wurden auch nur im Tempel ausgebildet. Sie waren also ein Zentrum von Wissen und Bildung. Bis zu 200 Menschen konnten in einem Tempel arbeiten. Die edubba'a (die Schreibschule) stellte die wichtigste Institution der Bürokratie dar. Sowohl Schreiber als auch Verwaltungsbeamte mußten sie durchlaufen. Allerdings wurde dort nicht nur das Schreiben sondern auch die Staatskunst vermittelt. Obwohl während der akkadischen Herrschaft und der anschließenden neusumerischen Zeit kaum noch sumerisch gesprochen wurde, bleib es die Amts- und Unterrichtssprache in den Tempelschulen.
Erbaut wurden die Tempel als Stufentürme, die man Zikkurat nennt. Ihr Bau und die Instandhaltung war die Aufgabe der Könige, denn diese galten als Bindeglied zwischen Menschen und Göttern. Ein Herrscher konnte seinem Volk nur dann den Segen der Götter sichern, wenn er dafür sorgte, daß ihnen die angemessene Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Bei der Verehrung der Götter durfte nicht gegeizt werden.
Da man die Zikkurat in frühsten Zeiten aus Lehm baute, sind sie während der Jahrtausende so weit verfallen, daß sie heute kaum noch zu finden sind. Erst der sumerische König Urnammu als Ur erbaute einen Turm, den er mit Backsteinziegeln versah. Diese Zikkurat überdauerte die Zeit und ist noch heute zu besichtigen. Es stellt das bedeutenste erhaltene Bauwerk aus sumerischer Zeit dar. Mit der Zeit wurden die Methoden ausgefeilter und es wurden Stein und Erdpech mitverwendet. Den Höhepunkt dieser Baukunst, was ohne die Entwicklung einer Schrift niemals zu organisieren gewesen wäre, stellte die Stadt Babylon dar, mit dem riesigen Tempelturm, dem Palast, der Prozessionsstraße und dem Ishtar-Tor. Verziert waren diese Bauten mit farbigen glasierten Kacheln. Vor allem das Geheimnis der strahlend blauen Glasur bleibt bis heute ein Geheimnis.

Das Ischtar Tor aus Babylon aus dem 6. Jahrhundert vor Christus   

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» http://www.goetter-und-mythen.de/mesostar.htm