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Stammbaum der babylonischen Götter



Adad:

Er wird auch Adda oder Addu genannt und entspricht dem aramäischen Hadad. Sein Symbol ist das Blitzbündel und seine Zahl die Sechs. Er ist ein akkadischer Wettergott, der im nördlichen Babylonien als Segensspender und Gott des fruchtbringenden Regens verehrt wurde. In Südbabylon war er mehr der Gott der negativen Wettererscheinungen, wie Gewitterstürme, Hagel und Überschwemmung. Er trat der babylonischen astralen Trias aus Sin, Shamash und Ishtat als vierter hinzu. Er ist der Gemahl von Shala und der Sohn von Anu, mit dem er in Assur einen gemeinsamen Tempel hatte. Sein Symboltier ist der Stier.

Adapa

: Er ist der Held des Adapa-Mythos. Auf hoher See wird sein Boot zum kentern gebracht. Adapa bricht aus Wut dem Südwind die Flügel, so daß dieser nicht mehr wehen kann. Vor den Gott An gebracht lehnt er das ihm angebotene Brot und Wasser des Lebens und damit die Unsterblichkeit ab. Er wird auf die Erde zurück geschickt und wird dort Herr und König von Eridu.
Er gilt auch als einer der sieben Weisen(Apkallu). Er ist Heilgott und Helfer gegen Lamashtu.

Aja

: Diese auch Ai oder Aa genannte akkadische Göttin ist die Gemahlin von Shamash. Ihre Söhne sind Kettu ("Wahrheit") und Mescharu ("Gerechtigkeit"). Sie ist eine der ältesten in Mesopotamien nachweisbaren semitischen Gottheiten.

Allatu:

Wörtlich bedeutet dies "die Mächtige". Sie ist die akkadische Unterweltsgöttin. Sie wird auch Aralu genannt und ist mit der sumerischen Ereshkigal gleichzusetzen. Sie ist die Gattin von Nergal.

Alu:

Alu ist der akkadische Name des sumerischen Himmelsstiers Guanna. Es ist aber auch der Name eines bösen Dämons der den Menschen die Brust zudrückt.

Amurru:

Er ist ein akkadischer Wetter- und Nomadengott. Er ist der Schutzgott und die Personifikation der Nomaden des Westens (Amoriter). Seine Gattin ist Beletseri und sein Symboltier der Stier. Er entspricht dem sumerischen Martu.

Anatum:

Sie wird auch Antu genannt. Anatum ist eine akkadische Erdgöttin und die Tochter von Anshar und Kishar. Sie ist auch die Schwester und Gemahlin des Himmelsgottes Anu. Anu ersetzt sie später durch die gemeinsame Tochter Ishtar.

Anshar:

Der Name bedeutet wörtlich "Himmelshorizont". Zusammen mit seiner Schwester und Gattin Kishar bildet er ein Paar der dritten Göttergeneration. Er ist der Sohn von Lachmu und Lachamu und der Vater von Anu, Anatum, Ea und Ellil. In neuassyrischer Zeit wurde er mit dem Reichsgott Assur gleichgesetzt.

Anu:

Dieser auch Anum genannte akkadische Himmelsgott, gehört neben Ea und Ellil zur Trias der ruhenden Mächte. Er ist der Vater und König der Götter, der Sohn von Anshar und Kishar und der Gemahl von Anatum (später dann der Gemahl seiner Tochter Ishtar). Sein Hauptkultort war in Uruk. Sein Zeichen ist die Hörnerkrone und sein heiliges Tier der Stier. Man ordnet ihm die Zahl sechzig zu. Er entspricht dem sumerischen An.

Anunitu:

Sie ist eine akkadische Fruchtbarkeitsgöttin. Sie ist die Göttin des Morgensterns und stellt eine Erscheinungsform der Ishtar dar. Sie ist die Tocher von Anu bzw. Ellil und die Gattin von Shamash. Ihre Kultorte waren Akkar und Sippar.

Anunnaku:

Dies ist eine Sammelbezeichnung für die unterirdischen Gottheiten. Sie sind das Gegenteil zu den Göttern der Oberwelt, den Igigu. Die Anunnaku sind die Richter der Unterwelt und die Hüter des Lebenswassers. Sie leben im Palast Ekalkina in der Unterwelt. Nach der Enuma Elish (siehe babylonische Mythen) gibt es dreihundert von ihnen. Die Anunnaki gleichen den sumerischen Anunna.

Apkallu:

Wörtlich bedeutet dies „die Weisen“. Es handelt sich um sieben Weise oder Geistwesen, die man wichtigen babylonischen Städten zuornet. Sie sind den sumerischen Abgal gleich.
Zm zweiten bezeichnet Apkallu aber auch eine Art Titel oder Umschreibung für bestimmte Götter. Dies gilt vor allem für Ellil, Marduk und Nabu.

Apsu:

Darunter versteht man den akkadischen Süßwasserozean, der unter der Erde liegt und alle Quellen und Flüsse speist. Er wird auch als männlich personifiziert. Nach der Enuma Elish hat er sich zu Anbeginn der Zeit mit dem Salzwasser Tiamat vermischt. Er wurden schließlich von dem jüngeren Gott Ea besiegt, der seinen Wohnort nach dem Apsu benannte. Der akkadische Apsu entspricht dem sumerischen Abzu.

Aralu:

Dieser auch Alallu genannte Ort bezeichnet die akkadische Unterwelt, die von Nergal und seiner Gattin Allatu beherrscht wird. Hier halten sich die Toten auf. Es ist eine unter der Erde liegende Stadt in einer Höhle, die von sieben Mauern umgeben ist. Sie entspricht der sumerischen Kurnugia.

Aruru:

Sie ist eine akkadische Mutter- und Erdgöttin. Sie erschuf die Menschen und weiterhin erschuf sie aus einem Klumpen Lehm das menschliche Wesen Enkidu (eine Figur aus dem Gilgamesh-Epos). Ihr Kultort ist Sippar. Sie ist die Schwester von Ellil. Ihre Symbole sind Rabe und Pfeil.

Asakku:

Asakku ist die akkadische Verkörperung all dessen, was dem Menschen Fieber und Schmerz zufügt. Man stellte sich Asakku als bösen Dämon vor, der "Kopffieber" verursacht.

Assur:

Assur

Er wird auch Ashshur genannt. Zunächst war er der akkadische Stadtgott von Assur. Später wurde er zum assyrischen Reichsgott, der die Eigenschaften zahlreicher Götter auf sich vereinte. So war er zum Beispiel auch Kriegs- und Richtergott. Seine Gattin ist Assuritu (die Ishtar von Assur). Sein Heiligtum war Ehersaggalkurkurra ("das Haus des Länderberges") ist Assur. Dargestellt wird er mit gespanntem oder gehaltenem Bogen vor einer geflügelten Sonnenscheibe. Viele assyrische Könige haben sich nach ihm benannt.: Assur-Uballit, Salmanassar, Assurnasirpal, Assurdan, Assurbanipal.



Assuritu:

Der Name bedeutet wörtlich "die Assyrische". Man nennt sie auch Ashshuritu. Sie ist eine akkadische Göttin und Gemahlin des assyrischen Reichsgottes Assur. Sie sit mir Ishtar vergleichbar.

Atrachasis

: Er ist der Held eines Mythos und ähnelt dem akkadischen Utnapishtim, der wiederum dem sumerischen Ziusudra gleichgesetzt wird. Nach diesem Mythos wird Ellil böse auf die Menschen weil sie auf der Erde großen Lärm verursachen. Er schickt Pest und Hungersnot um sie zu bestrafen, doch Atrachasis kann das Unglück mit der Hilfe Eas abwenden. Als Ellil schließlich eine Flut schickt überlebt Atrachasis weil er sich auf Eas Rat hin ein Boot gebaut hat.

Bel

: Bel heißt wörtlich "Herr" und wird deshalb als Namensbestandteil von Götter-oder Städtenamen verwendet und entspricht somit dem sumerischen En.
Bel ist aber auch ein akkadischer Luftgott und der Herrscher über alles was zwischen Himmel und Erde ist. Er gilt als der Schöpfer von Welt und Menschen, der der Gemahl von Belet ist. Später wurde er dann von Marduk verdrängt, so daß Bel gelegentlich auch für Marduk steht. Sein Hauptkultort war der Tempel Ekur in Nippur. Bel ist mit dem syrischen Ba’al vergleichbar.

Belet

: Belet bedeutet wörtlich "Herrin", und ist somit im akkadischen Wotbestandteil verschiedener Göttinnen- und Städtenamen vertreten. (z.Bsp: Belet-Nippur). Es entspricht dem sumerischen Nin.
Belet bezeichnet aber auch eine akkadische Muttergöttin, die Gattin des Bel. Sie ist der syrischen Ba’alat gleich.

Belet-ili

: Es bedeutet „Herrin der Götter“ und ist der Beiname bedeutender Göttinnen wie Ninlil oder Ishtar.

Beletseri:

Die auch Belitsheri genannte akkadische Göttin ist die „Herrin der Steppe“ und die Göttin der Wüste. Außerdem ist sie in der Unterwelt die Buchführerin und Schreiberin der Göttin Ereshkigal. Sie ist die Schwester von Tamuzu und die Gattin des Nomadengottes Amurru. Sie entspricht der sumerischen Geshtinanna.

Chumbaba:

Er ist ein akkadischer Bergdämon, dem sumerischen Chuwawa gleich, gegen den Gilgamesh und Enkidu kämpften.

Damkina

: Damkina ist eine akkadische Muttergöttin. Sie ist die Frau von Ea und die Mutter von Marduk. Ihre sumerische Entsprechung ist Damgalnunna.

Ea:

Ea

Dies ist der akkadische Gott und die Personifikation des Süßwassers, sowohl auf der Erde als auch im Himmel. Nach der Anweisung Marduks formt er die Menschen mit den eigenen Händen. Er ist es der Utnapishtim vor der drohenden Sintflut warnt und ihn anweist ein Schiff zu bauen.
Er ist auch der Gott der Weisheit und Beschwörung und der Schutzpatron der Ärzte. Er ist der Sohn von Anshar und Kishar und der Bruder von Anu und Anatum. Er ist der Gemahl von Damkina und damit der Vater von Marduk, Tamuzu und Adapa. Seine Stadt ist Eridu an der Mündung von Tigris und Euphrat. Er wird oft in seinem Tempel sitzend und von Wasser umflossen dargestellt, während gleichzeitig Wasser aus seinen Schultern strömt. Sein Emblem ist der „Ziegenfisch“ und seine Zahl die vierzig. Ea entspricht dem sumerischen Enki.



Ellil

: Ellil ist der akkadische Gott des Luftraumes und der Erde. Als "Herr der Länder" ist er die Verkörperung des Festlandes. Er ist der Sohn von Anshar und Kishar, der Bruder von Aruru und der Vater von Sin. Sein Symbol ist die Hörnerkrone, seine Zahl die fünfzig. Er ist dem sumerischen Enlil gleich.

Enbilulu:

Im akkadischen ist er der Sohn von Ea. Schließlich wird aus ihm jedoch einer der fünfzig Namen Marduks. Im sumerischen bezeichnet Enbilulu einen Bewässerungs- und Ackerbaugott.

Enkidu

: Enkidu ist ein sowohl im sumerischen als auch akkadischen bekannter Mensch, der eigentlich von den Göttern geschaffen wird um gegen Gilgamesh zu kämpfen. Im sumerischen wird er dessen Untergebener, im akkadischen jedoch wird er zu seinem Freund.

Ereshkigal:

ist der sowohl sumerische als auch akkadische Name der Göttin der Unterwelt. Sie ist auch unter dem Namen Allatu bekannt. Zunächst ist sie die Gattin von Gugalanna (dem großen Himmelsstier) und schließlich von Nergal, der sie im Kampf besiegt (siehe Mythos von Nergal und Ereshkigal). Sie ist die Schwester von Ishtar, die Mutter von Ninazu und ihr Bote ist Namtar. Sie erhielt die Unterwelt („das Land ohne Wiederkehr“) zu Anbeginn der Zeit als Geschenk. Ihr zur Seite stehen sieben Unterweltsrichter, die mit ihr zusammen auf jeden der in ihr Reich eintritt "das Auge des Todes" richtet. (Das heißt sie tötet denjenigen, egal wer es ist.)

Erra

: Er ist ein akkadischer Kriegs- und Pestgott, dem Marduk eine Zeit lang die Herrschaft über die Welt anvertraute. Sein Bote und Berater ist Ishum. Er ist der Sohn von Anu und der Gemahl von Manit. Zusammen mit Nergal hatte er in Kutha den Doppeltempel namens Emeslam.

Etemmu:

Dies ist der Name eines akkadischen Dämonen der dem sumerischen Gidim gleicht. (Ein Gidim ist der Geist eines nicht bestatteten Toten oder eines Verstorbenen, der nicht die nötigen Totenopfer erhalten hat.)

Gallu:

Als Gallu wird eine Gruppe böser akkadischer Dämonen bezeichnet, die den sumerischen Galla gleichen. Sie packen die Hand eines Menschen und führen ihn mit sich in die Unterwelt.

Girra:

Der auch Girru genannte akkadische Feuer- und Lichtgott, ist der Schutzpatron der Schmiedekunst. Marduk läßt von ihm seine unrein gewordenen Herrschaftsinsignien reinigen. Er ist der Sohn von Shalash und dem sumerischen Gibil vergleichbar. Sein Symbol ist die Fackel.

Igigu:

Nach der Enuma Elish werden von Marduk dreihundert von ihnen eingesetzt. Sie sind die akkadischen oberirdischen Gottheiten des Himmels und stellen das Gegenteil zu den Anunnaku dar.

Ilabrat:

Er ist ein akkadischer Botengott der dem sumerischen Ninshubur entspricht.

Ishtar

: Sie gilt als die akkadische Venussterngöttin, die Göttin des Abend- und des Morgensterns. Sie weist einen Doppelcharacter auf, ein helles und ein dunkles Gesicht. Man kann sie gleichzeitig als Himmels- und als Unterweltsgöttin sehen, als Mutter- und als Liebesgöttin, als Göttin der Fruchtbarkeit und der Wollust. Deshalb gibt es gelegentlich Überlegungen ob sie und ihre Schwester Ereshkigal nicht zwei Aspekte ein und der selben Göttin sind.
Sie ist die Tochter von Anu und Anatum und die Geliebte von Tamuzu und vieler weiterer Götter. Ihre Hauptkultorte waren Uruk, Akkad, Ninive und Arbela. Ihr zu ehren wurde in Babylon das Ishtartor errichtet
Sie ist aber auch Kriegsgöttin und wird als diese mit Hörnermütze, mit Köcher auf dem Rücken und Pfeil und Bogen in der Hand dargestellt. Ihr Emblem ist der Stern und ihre heilige Zahl die fünfzehn.
Alle wesentlichen babylonischen Göttinen wurden im Laufe der Zeit mit ihr gleichgesetzt und galten schließlich nur noch als ihre Erscheinungsform. So entspricht sie der sumerischen Inanna, der ugar. Attat, der moabit. Ashtar, der phönik. Astarte und der hebrä. Ashera.

Ishum

: Ishum ist ein akkadischer Botengott. Er ist Herold und Beschützer der Götter Nergal und Erra. Er ist den Menschen wohl gesonnen und besänftigt Erra, um für sie Fürsprache bei ihm einzulegen. Er ist der Schutzgott der Kranken und der übrigen Menschen während der Nacht. Er entspricht dem sumerischen Chendursanga.

Kingu

: Er wird auch Qingu genannt. Der akkadische Dämonenfürst ist zunächst der Sohn von Tiamat. Nach Apsus Tod nimmt er jedoch dessen Platz als Tiamats Gatte ein. Als Kingu von Tiamt zum Herrn über die Götter gemacht werden soll, wird er von Marduk getötet. Aus seinem Blut erschafft Ea die Menschen.

Kishar

: wörtlich "Erdhorizont". Diese akkadische Erdgöttin bildet mit ihrem Bruder und Gatten Anshar ein Götterpaar der dritten Generation. Sie ist die Tochter von Lachmu und Lachamu und die Mutter von Anu und Anatum.

Kubu

: Es ist die akkadische Personifikation des Foetus und der Fehlgeburt. Vor vorzeitig geborenen Embryos fürchtete man sich, weil man von ihren Geistern wie von herumirrenden Totengeistern (den Etemmu), Schaden befürchtete.

Labbu:

Labbu ist ein akkadisches Meeresungeheuer, welches nach einem Mythos von Tishpak getötet wird. Man verbindet Labbu mit der Milchstraße. Das Ungeheuer wird auch schlangenartig dargestellt.

Lachamu:

Sie ist eine akkadische Göttin und die Personifikation der Dunkelheit. Sie ist die Tochter von Tiamat und Apsu und die Mutter von Anshar und Kishar.

Lachmu:

Dieser Begriff hat zwei Bedeutungen. Zum einen Bezeichnet er einen akkadischen Gott, der die Finsternis personifiziert und sowohl der Gatte von Lachamu als auch der Vater von Anshar und Kishar ist.
Zum anderen ist Lachmu auch ein akkadisches halb fischgestaltiges Mischwesen. Es ähnelt dem sumerischen Lachama.

Lamashtu

: Sie ist eine akkadische böse Dämonin, die Kindbettfieber und andere Arten von Fieber auslöst. Sie entspricht der sumerischen Dimme und wird mit nackten Brüsten dargestellt an denen ein Hund und ein Schwein trinken. Ihre Erkennungszeichen sind Kamm und Spinnwirtel.

Lamassu

Lamassu

: Sie ist eine weibliche akkadische Schutzdämonin. Sie wird zusammen mit ihrem männlichen Gegenstück Shedu besonders in neuassyrischer Zeit als geflügelter Stiermensch dargestellt. Sie wurden als Torwächter paarweise an Palasteingängen aufgestellt um das Böse am Eintritt zu hindern. Sie entspricht der sumerischen Lama.

Lilitu

: Sie wird auch Aradat-lilit genannt. Diese akkadische böse Nachtdämonin, hat es auf schlafende Männer abgesehen. Sie ist das weibliche Gegenstück zu Lilu. Sie wird mit erhobenen Armen, Umhang, Flügeln und Geierfüßen, aber auch zu Füßen eines Steinbockes sitzend dargestellt. Sie entspricht der sumerischen Kiskil-lilla und stellt auch die Wurzel der hebräischen Lillit dar.

Lilu

: Lilu ist ein akkadischer böser Dämon der Nacht und des Windes. Er greift Frauen im Schlaf an und verbreitet Tod, Krankheit und Pest. Er ist das männliche Gegenstück zu Lilu und entspricht dem sumerischen Lulilla.

Mama:

Diese auch Mami genannte akkadisch-sumerische Muttergöttin beteiligte sich an der Erschaffung der Menschen aus Lehm und dem Blut eines Gottes.

Mamit

: Sie wird auch Mamitum genannt, was "Eid" oder "Bann" bedeutet. Primär ist sie die Göttin des Eides, die dafür sorgt, daß die Aussage der Meineidigen auf diese selbst zurückfällt. Später wurde sie zur Unterwelts- und Schicksalsgöttin, die in der Unterwelt zusammen mit den Anunnaku Gericht über die Toten hält. Manchmal wird sie auch als Gattin vor Erra bzw. Nergal bezeichnet.

Marduk:

Er ist der akkadische Gott des Ackerbaus und der Frühlingssonne und später der Stadtgott von Babylon. Nach dem Aufstieg Babyloniens wird er zum Richsgott. Nach der Enuma Elish erschuf er aus dem Leib der getöteten Tiamat die Welt und rettete damit die Götter vor dem Tode. Er ist der Gott der Weisheit und der Beschwörungskunst, aber auch Richtergott und Krankenheiler. Er ist der Sohn von Ea und Damkina, der Gatte von Sarpanitum und der Vater von Nabu. Sein Heiligtum war der Tempel Esaglia in Babylon, der sich durch einen gewaltigen Stufenturm auszeichnete. Oft wird er doppelgesichtig dargestellt, was Ausdruck seiner doppelten Aufgabe als Lebensspender und Herr der Welt ist. Sein Emblemstier ist Mushussu (ein drachenartiges Fabeltier), sein Planet der Jupiter und seine heilige Zahl die zehn. Sein hebräischer Name lautet Merodach oder Mardochai.

Mummu:

Dieser Name bezeichnet den Botengott und Vezier des Apsu. Es ist aber auch ein anderer Name für den Gott Ea. Als dieser Mummu tötet, übernimmt er dessen Strahlenkranz und damit sowohl seine Macht als auch einen Teil seines Wesens. Andererseits wird auch Marduk gelegentlich Mummu genannt, nachdem er die Aufgaben des Ea als Schöpfergott übernommen hat.

Mushussu:

Mushussu

Dieser akkadische Schlangendrache(Bild rechts) wurde von Tiamat erschaffen und leitet sich von dem sumerischen Begriff mush-hush ab, was "feuerroter Drache" bedeutet. Dieses Mischwesen hat einen gehörnten Schlangenkopf, einen schuppigen Schlangenleib, Löwenpranken als Vorder- und Adlerfüße als Hinterbeine. Zusätzlich ist er mit einem Skorpionstachel ausgestattet. Er ist das Emblemstier von Marduk

Mutu

: Mutu bedeutet "Tod". Dieser akkadische Gott der Unterwelt ist die Personifikation des Todes und wird mit einem Schlangendrachenkopf dargestellt.

Nabu

: Er wird auch Nabi’um oder griechisch Nebo genannt. Dies bedeutet etwa „Berufener, Verkünder, Herold“. Er ist der Schreiber und Inhaber der Schicksalstafeln und somit der Gott der Weisheit und der Schreibkunst. Er ist der Sohn von Marduk und Sarpanitum und der Gemahl von Tashmetu und Nanaja. Seit Heiligtum ist der Ezida-Tempel in Borsippa. Sein Planet ist der Merkur. Er wird oft mit einem Schreibgriffel dargestellt.
Nach ihm sind einige Könige benannt, so zum Beispiel Nabupolassar und Nebukadnezar. Auch der Berg Nebo ist nach ihm benannt.

Nergal:

Dieser akkadische Unterweltsgott bringt Seuchen zu Menschen und Tieren. Er ist ein oberirdischer Gott und verantwortlich für glühende Hitzen und Schilfbrand. Als Kriegsgott ist er auch der Gemahl von Allatu bzw. Mamit. Sein Bote und Berater ist Ishum. Seine Kultorte waren Apiak und Kutha. Dort hatte er mit Erra zusammen einen Doppeltempel. In einer Zeitspanne von 160 Tagen steigt er ab dem 18. Tamus (Juli) zur Erde herab und ab dem 28. Kislew (Dezember) wieder auf. Man stellt ihn mit Sichelschwert und Keule dar. Er enstpricht dem sumerischen Nerigal.

Pazuzu:

Pazuzu

Er ist die Verkörperung des südöstlichen Sturmwindes, ein akkadischer böser Dämon der Fieber und Kälte bringt. Er hat vier Flügel, ein Fratzengesicht, langes Haar, Löwentatzen, Skorpionstachel und Vogelklauen als Hinterfüße. Er gilt als der Sohn des Dämonenfürsten Hanpa.

Ramman

: Der "Donnerer" wird auch hebräisch Timmon genannt. Es handelt sich hier um einen akkadischen Beinamen des Gottes Adad.

Sarpanitum:

Diese akkadische Göttin der Fruchtbarkeit wird auch die "Silberglänzende" genannt. Sie ist die Lebenskraft und ist unter dem Namen Erua auch als Göttin der Schwangerschaft bekannt. Als Hauptgöttin in Babylon ist sie die Gattin von Marduk und die Mutter von Nabu. Zum babylonischen Neujahrsfest (zur Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche) wurde ihr und Marduk zu Ehren ein Fest abgehalten bei welchem ihre Verbindung gefeiert wurde.

Schicksalstafeln:

Einem akkadischen Mythos nach, sind dies die Tafeln auf denen der Lauf der Welt festgelegt wird. Wer sie besitzt beherrscht die Welt. Ihr Besitzer wird verschieden angegeben. Manchmal gilt Nabu als ihr Besitzer und Schreiber, dann wieder stammen sie aus dem Besitz von Tiamat, die sie ihrem Sohn Kingu gab, damit er die Herrschaft über die Götter übernähme. Als er von Marduk besiegt wurde, gingen die Tafeln in seinen Besitz über. Ein anderes mal gehören sie Ellil, dem sie von Zu gestolen werden. Auch in der Unterwelt gibt es Schicksalstafeln, diese werden von Beletseri geschieben.

Sebettu

: Das Wort bedeutet wörtlich "Sieben". Es bezieht sich auf jeweils eine Gruppe böser und guter Dämonen. Die guten Sebettu helfen im Kampf gegen Dämonen. Die bösen Sebettu, sind zwar Kinder des Anu, sind aber Helfer von Erra. Wenn sie dem Mond umringen verursachen sie eine Mondfinsternis. Am Nachthimmel sind sie in Form des Sternbildes der Plejaden zu sehen.

Shalash

: Sie ist die akkadische Göttin des Gebirges und der Schneestürme und die Gattin des Wettergottes Adad. Sie ist die Mutter des Feuergottes Girra. Sie wird mit dem Sternbild Jungfrau in Verbindung gebracht. Ihre Kultstätte war zusammen mit der Adads in Bit-Karkar.

Shamash

: Shamash ist der akkadische Sonnengott, der täglich das Himmelsgewölbe durchquert und auf diesem Wege alles sieht. Er gilt deshalb als Schutzherr der Wahrheit und Gerechtigkeit. Mesharu und Kettu sind seine ständigen Begleiter. Er ist es, der König Hammurapi das erste Gesetzbuch übergibt. Er ist der Sohn von Sin und der Gatte von Aja bzw. Anunitu. In Assur hat er einen gemeinsamen Tempel mit Sin. Sein Zeichen ist das gebrochene vierspeichige Sonnenrad und seine heilige Zahl die zwanzig. Er entspricht dem sumerischen Utu.

Shedu:

Shedu, ein assyrischer Torwächter, mit Lamassu zus

Mit der Lamassu zusammen wird er in neuassyrischer Zeit als geflügelter Stiermensch dargestellt. Es handelt sich dabei um einen akkadischen guten Schutzdämon, der mit Shedu als Torwächter an Palasteingängen aufgestellt wurde. Er entspricht dem sumerischen Adad.

Shulmanu:

Er ist ein akkadischer Kriegs- und Unterweltsgott.

Sin

: Sin ist der akkadische Mond-, Orakel- und Richtergott. Er ist der Vater von Shamash. Zur Zeit des Neumondes gab es einen Tag an dem alle Haupttätigkeiten ruhen sollten. Dieses Fest wurde Sabattu genannt. Seine Kultorte sind Ur und Harran und er wird mit einer nach unten weisenden Mondsichel dargestellt. Seine Heilige Zahl ist der Dauer eines Mondzyklus entsprechend die Dreißig. Nach ihm wurde möchlicherweise der Berg Sinai benannt. Er wird dem sumerischen Nanna gleichgesetzt.

Tamuzu

: Er ist ein Sohn des Ea bzw. Sin , der Bruder von Beletseri und der Geliebte von Ishtar. Der akkadische Vegetationsgott stirbt jedes Jahr in der Hitze des Hochsommers und steigt hinab in die Unterwelt. Um seinen Aufenthalt dort zu beklagen wurde sein Begräbnis in dem nach ihm benannten Monat( Tammuz = Juni/Juli), begangen. Noch heute ist Tammus im jüdischen und arabischen Kalender der Name des entsprechenden Monats. Er entspricht dem sumerischen Dumuzi.

Tashmetu

: Ihr Name bedeutet "Erhörung" Sie ist die akkadische Göttin, die die Bittgebete erhört. Wer unter ihrem Schutz steht, dem verleiht sie die "Kunst des Tafelschreibens". Sie gilt als die Gemahlin von Sin.

Tiamat

: Tiamat ist ein akkadischer urzeitlicher Chaosdrache, die Personifikation des Salzmeeres und die Urmutter des Alls und aller Gottheiten. Zu Beginn ist sie die Gattin von Apsu (dem Süßwasser), später dann die ihres Sohnes Kingu. Zu Beginn der Zeit vermischten sich die Wasser von Apsu und Tiamat und daraus entstanden die Götter. So entstanden Lachmu und Lachamu. Im hebräischen ist Tiamat als Tehom im Schöpfungslied bekannt.

Tishpak:

Tishpak ist der Stadtgott von Eshnunna, aber auch der Held,der das Meeresungeheuer Labbu tötet.

Urshanabi:

Ein anderer Name für ihn ist Sursunabu. Dieser mit dem griechischen Charon vergleichbare Fährmann rudert Gilgamesh über das Meer des Todes zu seinem Ahnen Utnapishtim.

Usmu:

Er wird auch Usumu genannt und. Er ist der Botengott des akkadischen Ea und entspricht dem akkadischen Isimu.

Utanapishti

: Sein Name bedeutet wörtlich "ich habe das Leben gefunden" Dieser akkadische König wird von Ea vor der Sintflut gewarnt und überlebt indem er sich ein Boot baut wie der biblische Noah. Er wird später von den Göttern unsterblich gemacht, so daß Gilgamesh ihn später aufsucht um von ihm zu erfahren, was das Geheimnis der Unterblichkeit ist. Umgangssprachlich wird er Utnapishtim genannt und entspricht dem sumerischen Ziusudra.

Utukku

: Dieser akkadische böse Dämon entspricht dem sumerischen Udug. Er zieht den Menschen den Hals zu.

Zu

Zu

: Zu wird auch Anzu oder Shutu genannt. Dieser akkadische Sturmvogeldämon ist die Personifikation des Südwindes. Er ist Diener und Bote von Anu und raubte Ellil die Schicksalstafeln um damit der Herr über die Götter zu werden. Er hat seine Ursprünge wahrscheinlich beim sumerischen Imdugud.


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Quelle:
» http://www.goetter-und-mythen.de/mesostar.htm