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Eberhard von Bayern war der älteste Sohn und Nachfolger von Herzog Arnulf von Bayern. Er herrschte als Herzog ab 937, wurde aber schon 938 von König Otto I. abgesetzt und verbannt.

Bereits 933/934 sollte Eberhard in einem (allerdings misslungenem) Italienfeldzug langobardische Königskrone erhalten, die ihm vom oberitalienischen Adel angeboten worden war. 935 designierte sein Vater Arnulf ihn mit Zustimmung und Huldigung des bayerischen Adels zu seinem Nachfolger. Zu etwa der selben Zeit dürfte Eberhard seine Gattin Liutgard geheiratet haben.

Nach Arnulfs Tod wurde Eberhard folgerichtig 937 Herzog von Bayern, geriet aber doch bald in Konflikt mit König Otto dem Großen, die Sonderstellung Bayerns im Reichsverband nicht hinnehmen wollte. In zwei Feldzügen im Frühjahr und Herbst 938 setzte Otto Eberhard ab und verbannte ihn. Anstatt seiner wurde Eberhards Onkel, Berthold von Otto zum bayerischen Herzog ernannt.

Über das weitere Schicksal Eberhards ist nichts Sicheres überliefert. Weder ist sein Todesdatum überliefert, noch sein Verbannungsort bekannt. Verschiedene Theorien gehen davon aus, dass er entweder bereits um 940 starb, oder zu den Ungarn flüchtete und von dort 953 eine Verbindung der rebellierenden deutschen Fürsten mit den Ungarn vermittelte.




Eberhard um 912- um 940 im Exil
Herzog von Bayern (937-938)



Ältester Sohn des Herzogs Arnulf der Böse von Bayern aus dem Hause der LUITPOLDINGER und der Judith von Friaul, Tochter von Graf Eberhard im Sülichgau
Nach W. Wegener 2. Sohn des Herzogs Arnulf der Böse von Bayern und der Judith von Friaul, Tochter von Graf Eberhard von Sülichgau


Lexikon des Mittelalters: Band III Seite 1512
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Eberhard, Herzog von Bayern aus dem Hause der LUITPOLDINGER
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+ nach 938

Eberhard, Sohn und designierter Nachfolger Herzog Arnulfs, wurde früh für dessen ehrgeizige Pläne eingesetzt. So sollte bereits 933-934 ein (misslungener) Italienfeldzug Eberhard die langobardische Königskrone einbringen, die ihm von den oberitalienischen Großen angetragen worden war. Die im Rahmen eines Herzogtums außergewöhnliche Designation mit anschließender Huldigung des Herzogs-Sohnes Eberhard 935 entspricht fast den Designationsgepflogenheiten der Könige. Dementsprechend wurde Eberhard nach dem Tode seines Vaters Herzog (937-938), doch kam es sehr rasch zum Konflikt mit König OTTO I., der zweimal gegen den aufständischen Eberhard zu Felde ziehen musste. Die Ursache des Konflikts dürfte wohl in der Beschneidung der Vorrechte des Bayern-Herzogs gelegen sein. Eberhards Brüder beteiligten sich an der Empörung gegen den König. Eberhard wurde von OTTO DEM GROSSEN abgesetzt und verbannt.

Literatur:
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E. Dümmler, JDG O I.,1876, 68ff. - K. Reindel, Die bayer. Luitpoldinger 893-989,1953,163-171, 182-189 - Ders., Herzog Arnulf und das Regnum Bavariae, ZBLG 17, 1954, 244-246, 285f. - H.K. Faußner, Zum Regnum Bavariae Hzg. Arnulfs (907-938), 1984, 31-33.


Bosl‘s Bayerische Biographie: Seite 158
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EBERHARD, bayerischer Herzog
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- nach 938

Vater:
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Herzog Arnulf der Böse (+ 937)

933/34 Thronprätendent in Italien für die langobardische Königskrone, damit Anwartschaft auf Kaiserkrone, 937 Herzog in Bayern, lehnte Forderungen König OTTOS I. ab, allein Bischöfe ernennen zu können.
938 von OTTO in die Verbannung getrieben, aus der er nicht wiederkehrte.

Literatur:
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NDB 4; S. Rösch, Caroli Magni Progenies, 1988; R. Holtzmann, Gesch. d. sächs. Kaiserzeit, 1941; K. Reindel, Die bayerischen Luitpoldinger 903-989, in: Quellen und Erörterungen zur bayerischen und deutschen Geschichte, NF 11, 1953.


Schwennicke Detlev: Tafel 83
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

EBERHARD
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+

936/38 HERZOG VON BAYERN, abgesetzt


GENEALOGISCHE TAFELN ZUR MITTELEUROPÄISCHEN GESCHICHTE
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Wegener Dr. Wilhelm: Seite 73
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6. EBERHARD
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(*c 911/12 s. 5). F. u. eV.
933/34 s. 2;
935 22/7 der Vater überträgt ihm die Nachfolge in Bayern Reindel n 87
938 Papst Leo VII. an Herzog Eberhard: Eberhardo duci Bawariorum Reindel n 92
938 König OTTO I. zieht zweimal gegen die aufständischen LIUTPOLDINGER und schickt schließlich Herzog Eberhard in die Verbannung Reindel n 93, dort ist Eberhard bald gestorben.

Gemahlin:
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Liutgard, Tochter Wigerichs und der Kunigunde von Verdun.

Diese Verbindung ist wie folgt zu erschließen. Liutgard schenkte 960 St. Maximin in Trier Besitz als Seelgerät für ihre Eltern, ihre beiden Ehegatten Albert und Eberhard und ihre Kinder (H. Beyer, Mittelrhein. UB 1, 266 n 206). Albert ist der Graf Adalbert von Metz + 944 (L. Vanderkindere, La formation territoriale des principautes belges 1902, 2, 350).
Eberhard kann nicht der erst 967 verstorbene Graf Eberhard IV. des elsässischen Nordgaus sein, weil er 960 schon tot war. Für die Beweisführung kommt ferner Bischof Wigfrid von Verdun (960-984) in Betracht. Dieser schließt 973 mit seinen Schwester-Söhnen (sobrini nepotes) Liuthard und Richwin von Longwy einen Tauschvertrag. Liuthard muss ein Abkömmling der Liutgard durch eine ihrer Töchter aus der Ehe mit Adalbert sein, während eine zweite Tochter aus dieser Ehe mit Eberhard vom Nordgau verheiratet gewesen sein muss. Denn einerseits erscheint Liuthard als Vetter (nepos) von Kaiser KONRAD II. (SS 23, 782), der selbst durch seine Mutter Adelheid von dem genannten Eberhard abstammte, andrerseits ging das Erbe der Grafen von Longwy an Adalbert, Enkel Eberhards, über. Beides ist nur durch die gemeinsame Abkunft der zwei Familien von Liutgard und Adalbert erklärlich. Bischof Wigfrid muss aber der Bruder der an Eberhard vom Nordgau und Liuthard von Longwy vermählten Töchter der Liutgarde gewesen sein. Doch kann er nur als ihr Halbbruder gelten, weil von Wigfrid berichtet wird, er sei ein Deutscher aus Bayern gewesen (S 4, 46). Er muss also aus der Ehe der Liutgard mit Eberhard gestammt haben, kann aber nur ein Bayer gewesen sein, wenn Eberhard selbst ein Bayer war. So kommt man auf den flüchtigen Bayern-Herzog Eberhard als (ersten) Gatten der Liutgard. Da der zweite Gatte schon 944 starb und aus der zweiten Ehe zwei Töchter bekannt sind, wird Eberhard c 940 gestorben sein. Seine Ehe mit Liutgard dürfte c 935 geschlossen worden sein.


HERKUNFT UND GESCHICHTE FÜHRENDER BAYERISCH-ÖSTERREICHISCHER GESCHLECHTER IM HOCHMITTELALTER
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Gewin Dr. J.P.J.: Seite 103
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III. 3. EBERHARD
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933/34-938. Herzog von Bayern.
933/34. Herzog Arnulf unternimmt einen Heereszug nach Verona, um für seinen Sohn Eberhard die langobardische Königskrone zu erwerben: Reindel S. 163-170.
935. Juli 22. Herzog Arnulf überträgt Eberhard die Nachfolge in Bayern: Reindel S. 170 f.
938. Papst Leo VII. weist den Herzog Eberhard von Bayern an, dem "Erzbischof" Gerhard von Passau in allen Dingen seine Unterstützung zu leisten: Reindel S. 182 f.
938. König OTTO I. zieht zweimal gegen die aufständischen LIUTPOLDINGER ins Feld und schickt schließlich Herzog Eberhard, den Nachfolger von dessen Vater Arnulf in die Verbannung: Reindel S. 183-189.


Thiele, Andreas: Tafel 109
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band I, Teilband 1"

EBERHARD
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* um 912, + um 940 (im Exil)

933/34 Titular-König von Italien: verjagt; 937 durch den Vater Herzog von Bayern gegen das Lehnsrecht und 938 von OTTO DEM GROSSEN verjagt.

oo 935
LIUTGARD VON LOTHRINGEN-VERDUN
+

Tochter Pfalzgraf Wigerichs (ihre 2. Ehe: oo Graf Adalbert I. im Metzgau, Lothringen II)


Eberhard war 933/34 Titular-König von Italien, wurde aber verjagt und folgte nach der Designation vom 22. Juli 935 seinem Vater als Herzog von Bayern. Eberhard war wohl von König HEINRICH als Nachfolger in Bayern anerkannt worden, doch ist es möglich, dass OTTO nun die Bedingungen zugunsten der Reichsgewalt ändern wollte. Da es Eberhard anscheinend an der klugen Selbstbeschränkung seines Vaters fehlte, kam es zum Konflikt mit OTTO I. Er wollte nicht auf die Einsetzung der Bischöfe verzichten wollte und wurde von OTTO I., der die erheblichen Vorrechte des bayerischen Stammes beschneiden wollte und dem er vermutlich den Treueid verweigert hatte, nicht als Herzog anerkannt. Den ersten Angriff OTTOS im Frühjahr des Jahres 938 konnte Eberhard abwehren, aber im Herbst 938 mussten sich alle Söhne Herzogs Arnulfs bis auf einen unterwerfen und Eberhard musste in die Verbannung gehen. Von ihm hören wir nichts mehr und auch der Verbannungsort ist unbekannt, wobei es möglich ist, dass er zu den Ungarn flüchtete und 953 von hier aus die Verbindung zwischen ihnen und den aufständischen deutschen Fürsten vermittelte. OTTO I. übte künftig die Bischofsinvestitur selbst aus, nahm das karolingische Reichsgut in Eigenbesitz und setzte Berthold, den Bruder Arnulfs, als Herzog ein, dessen selbständige Stellung beseitigt wurde.

Althoff, Gerd/Keller, Hagen: Band I Seite 128
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"Heinrich I. und Otto der Große"

Der dritte Fall eines ungewöhnlichen Eingriffs in die Vergabe adliger Herrschaftspositionen betraf die Besetzung des Herzogtums Bayern nach dem Tode Herzog Arnolfs. Dessen Söhne sollen sich 937 geweigert haben, auf Befehl des König am Hofe zu erscheinen. Man wird vermuten dürfen, dass dieser „Hochmut“, wie Widukind von Corvey urteilt, der Ausdruck von Problemen im Verhältnis zwischen König und bayerischen Herzog war. Aller Wahrscheinlichkeit nach ging es um die Selbständigkeit, die HEINRICH dem bayerischen Herzog Arnolf zugestanden hatte und die sein Sohn OTTO nicht erneuern wollte. OTTO belehnte nach der Vertreibung der Söhne Arnolfs jedenfalls dessen jüngeren Bruder Berthold.





935
oo Liutgard von Lothringen-Verdun, Tochter des Pfalzgrafen Wigerich
915-8.4.960





Kinder:

Wigfried Bischof von Verdun (959-983)
ca 925/30-30.3.983

Wigburg
-

1. oo Pilgrim
-

2. oo Hartwig II. Pfalzgraf von Bayern
-16.6.985


Autor: Wikepedia
Quelle: » http://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_%28Bayern%29

Text 2

Autor: Karl-Heinz Schreiber
Quelle:

http://www.genealogie-mittelalter.de/bayern/
eberhard_herzog_von_bayern_um_940_luitpoldinger/
eberhard_herzog_von_bayern_+_um_940.html