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Orden:
Chorherren vom Hl. Geist
Diözese: Regensburg
Pfarreien: Regensburg
Patrozinium: St. Katharina
Aufhebung: 1316
Weiternutzung: 1316 hörte das Kloster auf zu bestehen. Das Katharinenspital in Stadtamhof existiert heute noch.



St. Katharina - Das Spital an der Steinernen Brücke

Spitäler waren für die Städte des Mittelalters wichtige Einrichtungen der medizinischen und sozialen Fürsorge. Ein bereits im späten 10. Jahrhundert nachweisbares Spital bestand beim Regensburger Dom. 1207 als Spital St. Johannes bezeichnet, wurde es um 1220 aus der Enge der Stadt an das nördliche Donauufer am Fuß der Steinernen Brücke verlegt und mit einem dort bereits bestehenden Spital vereinigt. Die neue Institution entstand auf Initiative des Regensburger Bischofs Konrad IV. Sie erhielt den Namen St. Katharina und gehörte zu den größten Spitälern ihrer Zeit.

Die Betreuung der durchschnittlich 90 bis 150 Spitalinsassen oblag einer Gemeinschaft von Brüdern und Schwestern, die nach der Regel des hl. Augustinus lebten. Diese spezielle Regensburger Kommunität wurde von Norbert Backmund unzutreffend mit dem frühen Orden der Chorherren vom Heiligen Geist identifiziert. Nach den Konstitutionen von 1230 bestand sie aus zwei Priestern, zwölf Laienbrüdern, zwei Schülern und sieben Schwestern. Aus der Mitte der Sozietät wurde der Spitalmeister gewählt. Es bestand eine Arbeitsteilung: die Schwestern widmeten sich der Krankenpflege, die Brüder übernahmen vermehrt Aufgaben in der Verwaltung und der Eigenwirtschaft des Spitals.

Wirtschaftlicher Niedergang, ein Verfall der Disziplin, der zunehmende städtische Einfluss auf das Spital- und Armenwesen und vielleicht auch die Pest führten im Lauf des 14. Jahrhunderts zur Auflösung der Bruderschaft. Seit dem Ende des 14. Jahrhunderts blieben nur noch die Schwestern bestehen. Ihr Konvent, erkennbar an einem weißen Habit, löste sich spätestens mit Einführung der Reformation in Regensburg 1542 auf. An seine Stelle trat zur Krankenpflege in St. Katharina bis in das 19. Jahrhundert weltliches Personal.

Das Katharinenspital besaß zwei Kirchen: die 1251 geweihte und 1430 abgebrochene Katharinenkirche an der Steinernen Brücke, die bis 1809 als Kapelle weiterbestand, und die Spitalpfarrkirche St. Johannes, auf die 1810 das Katharinenpatrozinium überging.
Das Spital am Katharinenplatz besteht bis heute. Die Pflege der Pfründner oblag von 1860 bis 1980 den Barmherzigen Schwestern vom Orden des hl. Vinzenz von Paul und von 1982 bis 1987 der "Societas Ancillae Christi", seitdem wieder weltlichem Personal.


Autor: Peter Morsbach
Quelle:
» http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/index_extern.shtml