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Orden:
Benediktiner
Diözese: Regensburg
Pfarreien: Regensburg
Patrozinium: St. Peter
Gründer: Marianus, irischer Mönch
Aufhebung: 1552
Weiternutzung: Priorat und Kirche brannten 1552 nieder, die Reste wurden abgerissen.



Weih-St.-Peter in Regensburg - Die Urzelle des Schottenklosters St. Jakob

Die Anfänge des Klosters Weih-St.-Peter sind von Legenden umrankt, aus denen sich ein gewisser historischer Kern herausschälen lässt. Um 1070 kam der irische Benediktiner Marianus mit einem (Candidus) oder zwei Gefährten (Johannes und Klemens) als Rompilger nach Regensburg. Hier lebte bereits seit etwa 1050 sein Landsmann Mercherdach (gest. um 1080) als Inkluse in der so genannten Mercherdachklause beim Kanonissenstift Obermünster. Marian und seine Gefährten fanden zunächst im Obermünster und dann bei Niedermünster Unterkunft, wo sie sich mit dem Verfertigen von Pergament und dem Kopieren von Büchern befassten.

Aufgrund einer Vision, Regensburg sofort zu verlassen und dort ein Kloster zu gründen, wo er den ersten Sonnenstrahl sähe, verließ Marian die Stadt. Er kam bis Sonnenaufgang zu einer kleinen Kapelle Weih-St. Peter, die dem Stift Obermünster gehörte. Der Mönch erhielt den Ort als Schenkung der Äbtissin Willa und und gründete hier das Kloster Weih-St.-Peter. Es konnte 1075 bezogen werden; Marianus starb hier kurz nach 1081.

Da Marianus schon zu Lebzeiten in einem gewissen Ruf der Heiligkeit stand, kamen in der Folge zahlreiche irische Mönche nach Regensburg. Das kleine Weih-St.-Peter musste erweitert werden, was jedoch an diesem Ort nicht möglich war. So zogen die Mönche an den westlichen Stadtrand, wo um 1090 das "Schottenkloster" St. Jakob entstand.

Weih-St.-Peter blieb als Priorat des Schottenklosters bestehen. Der Prior kam zwar aus St. Jakob, wurde jedoch stets von der Äbtissin von Obermünster ernannt. Priorat und Kirche fielen 1552 den Wirren des Schmalkaldischen Krieges zum Opfer, als sie aus taktischen Gründen von Philipp Graf von Eberstein in Brand gesteckt und abgebrochen wurden. Das Baumaterial fand in den Befestigungsanlagen der Stadt Verwendung.

Der exakte Standort des Klosters ist nicht mehr zu bestimmen; wahrscheinlich ist seine Lage im Bereich des späteren evangelischen Friedhofs Weih-St.-Peter und der heutigen St. Peters-Kirche südlich des Hauptbahnhofs.


Autor: Peter Morsbach
Quelle:
» http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/index_extern.shtml