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Das Kloster Obermünster Regensburg ist ein ehemaliges Kanonissenstift in Regensburg in Bayern in der Diözese Regensburg.


Geschichte

Das Maria Himmelfahrt geweihte Kloster wurde im frühen 9. Jahrhundert durch das Herrscherhaus der Karolinger gegründet. Es wurde 1810 im Zuge der Säkularisierung aufgelöst. Bis 1822 Ruhesitz der letzten Kanonissen, war es dann Klerikerseminar. 1862 wurde das bischöfliche Knabenseminar in den Gebäuden eingerichtet. 1944 zerstörten Bomben die Kirche und einen Teil der Stiftsgebäude. Nach dem Krieg wurden das bischöfliche Zentralarchiv, die Bibliothek, ein Teil des Diözesanmuseums und andere Dienststellen der Diözese in den Gebäuden untergebracht.


Äbtissinen von Obermünster

Mathilde ca. 900/945  
Irmgard  
Salome  
Wikpurg 1020-1029  
?  
Willa 1052-1089  
Hazecha 1089- ?  
Hadamuda 1117  
Hadwiga 1142-1177  
Euphemia von Helffenstein 1193  
Gertrud I. 1216  
Jutta 1259  
Gertrud II. 1265  
Wilburg von Leuchtenberg 1272  
Ryssa I. von Leuchtenberg 1286-1292  
Ryssa II. von Dornberg 1299  
Bertha Walterin -1325  
Adelheid von Arenbach  
Katharina von Murach  
Agnes I. von Wunebach -1374  
Elisabeth I. von Parsberg 1374-1400  
Elisabeth II. von Murach 1400-1402  
Margarethe I. Sattelbogerin -1435  
Barbara von Absberg 1435-1456  
Kunigunde von Egloffstein 1456-1479  
Sibylla von Paulsdorff 1479-1500  
Agnes II. von Paulsdorff 1500- ?  
Katharina II. von Redwitz 1533-1536, 1560  
Wandula von Schaumberg 1536-1542  
Barbara II. von Sandizell -1564  
Barbara III. Ratzin 1564-1579  
Magdalena von Gleissenthal 1579-1594  
Margarethe II. Mufflin 1594-1608  
Katharina Praxedis von Perckhausen 1608-1649  
Maria Elisabeth von Salis 1649-1683  
Maria Theresia von Sandizell 1683-1719  
Anna Magdalena Franziska von Dondorff 1719-1765  
Maria Franziska von Freudenberg 1765-1775  
Maria Josepha von Neuenstein-Hubacker 1775-1803  



Orden: Kanonissenstift Regensburg
Diözese: Regensburg
Pfarreien: Regensburg
Patrozinium: Maria Himmelfahrt
Gründungszeit: frühes 9. Jahrhundert
Gründer: Herrscherhaus der Karolinger
Aufhebung: 1810
Weiternutzung: Bis 1822 Ruhesitz der letzten Kanonissen, dann Klerikerseminar. 1862 wurde das bischöfliche Knabenseminar in den Gebäuden eingerichtet. 1944 zerstörten Bomben die Kirche und einen Teil der Stiftsgebäude. Nach dem Krieg wurden das bischöfliche Zentralarchiv, die Bibliothek, ein Teil des Diözesanmuseums und andere Dienststellen der Diözese in den Gebäuden untergebracht.




Das Reichsstift Obermünster in Regensburg - Gründung der Karolinger

Als Ergänzung zum benachbarten Kloster der Benediktinermönche von St. Emmeram stifteten die Karolinger im frühen 9. Jahrhundert das Benediktinerinnenkloster St. Maria. Zur Unterscheidung vom älteren Frauenkloster Niedermünster wurde das neue Kloster Obermünster genannt. Nach dem alsbaldigen Übergang an den Regensburger Bischof, der in Personalunion Abt von St. Emmeram war, konnte es König Ludwig der Deutsche schon 833 im Tausch gegen Kloster Mondsee vom Abt und Bischof Baturich zurückerwerben. Hemma, die Gemahlin des Königs, stand als Äbtissin dem Obermünster vor. Sie wurde jedoch wahrscheinlich in St. Emmeram beigesetzt. Im frühen 10. Jahrhundert wurde die Abtei ein herzogliches Eigenkloster. Zur Zeit der ottonischen Herzöge in Regensburg versuchte Bischof Wolfgang, die ursprüngliche Benediktinerregel wieder einzuführen.

Nach dem Brand von Kirche und Konventgebäude 1002 wurde Obermünster später von Kaiser Heinrich II. tatkräftig erneuert. Er beteiligte sich am Wiederaufbau der Kirche und wurde in der Tradition als Stifter verehrt. Heinrich II. verlieh dem hochgeschätzten Kloster Königsschutz und Immunität; unter dem Salierherrscher Konrad II. erhielt die Äbtissin sogar ein königliches Zepter.

1219 kam das in Regensburg reich begüterte reichsunmittelbare Kloster unter päpstlichen Schutz. 1315 von Kaiser Ludwig dem Bayern in den Reichsfürstenstand erhoben, war es fortan neben Niedermünster das zweite reichsfreie und gefürstete Damenstift in Regensburg. Nachdem alle Bemühungen zur Wiedereinführung der Benediktinerregel gescheitert waren, vollzog sich 1484 der endgültige Wandel zum adligen Kanonissenstift mit Sitz und Stimme im Reichstag. Auch auf den bayerischen Landtagen war die Fürstäbtissin vertreten.

Wie in vielen anderen Klöstern und Stiften in Süddeutschland erfolgte im 17. und 18. Jahrhundert auch in Obermünster eine weitgehende bauliche Erneuerung der Stiftsgebäude und die Barockisierung der romanischen Kirche.

Der besondere Rang des Stifts zeigte sich in der letzten Phase seiner Geschichte: 1802 kam es an Fürstprimas Karl Theodor von Dalberg und 1810 an Bayern, ohne so radikal wie andere Klöster aufgelöst zu werden. Vielmehr diente Obermünster auch nach seiner formellen Aufhebung 1810 als "Aussterbestift", dessen adlige Bewohnerinnen in Pension bleiben konnten. Die letzte Äbtissin des Stifts, Maria Josepha Felicitas Freiin von Neuenstein, starb 1822. Zu diesem Zeitpunkt lebten noch drei Kanonissen in dem Gebäude, das sie nun verlassen mussten.

Nach 1822 diente Obermünster als Seminar für den Klerikernachwuchs der Diözese und ab 1862 als bischöfliches Knabenseminar. Die Stifts- bzw. Seminarkirche erlitt 1944 durch Bomben starke Beschädigungen und wurde nach Kriegsende abgebrochen. In den durchgreifend renovierten bzw. teilweise abgebrochenen und durch Neubauten ersetzten Stiftsgebäuden am Obermünsterplatz sind das Bischöfliche Zentralarchiv und die Bibliothek, ein Teil des Diözesanmuseums und andere Dienststellen der Diözese untergebracht.


Autor: Wikepedia
Quelle: » http://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Oberm%C3%BCnster_Regensburg

Text 2
Autor: Peter Morsbach
Quelle:
» http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/index_extern.shtml