StartseiteDigitale WeltenRegensburgGermanenWeltgeschichteGrenzwissenschaftDas MittelalterSuche IndexAnfänge DeutschlandsGermanische MythologieGeschichte der SeefahrtInhalteSonstigesImpressumGästebuch

Regensburg:

Übersicht

Stadtgeschichte

Stadt mit vielen Namen

Berühmte Regensburger

Die Römer in Regensburg

Regensburg und die frühe Bayerische Geschichte

Herzöge, Könige, Kaiser in Regensburg

Die Jüdische Gemeinde in Regensburg

Klöster in Regensburg

Alte Kirchen in Regensburg

Bistum Regensburg

Immerwährender Reichstag

Historische Personen in Regensburg

Historische Ereignisse in Regensburg

Bauwerke, Plätze und sonstiges Berühmtes

Mittelalterliche Künste in Regensburg

Reinis Bücher zur Geschichte Regensburgs

Vorlage Regensburg

Klöster in Regensburg:

Das Niedermünster Regensburg

Kloster Mittelmünster Regensburg

Kloster Obermünster Regensburg

Kloster Prüfening

Kloster Prüll

Kloster Sankt Emmeram

Kloster Sankt Johannes Baptist Regensburg

Kloster Sankt Kassian Stadtamhof

Kloster Sankt Maria Magdalena Regensburg

Kloster Sankt Peter Regensburg

Stift zu Unserer Lieben Frau Regensburg

Augustinerkloster Regensburg

Dominikanerinnenkloster Regensburg

Franziskanerkloster Regensburg

Kapuzinerkloster Regensburg

Karmelitenkloster St. Oswald Regensburg

Schottenkloster St. Jakob Regensburg

Antoniterkloster

Deutschordens-Kommende St. Ägid

Dominikanerkloster St. Blasius

Johanniterordens-Kommende St. Leonhard

Karmeliten (St. Leonhard)

Herz Jesu Stadtamhof

St. Katharina Stadtamhof

St. Mang Stadtamhof

Allgemein:

Startseite



Orden:
Augustinerchorfrauen
Diözese: Regensburg
Pfarreien: Regensburg
Patrozinium: Herz Jesu
Gründer: Gräfin Metsch
Weiternutzung: 1807 wurde der Grundbesitz enteignet, 1809 das Kloster geräumt. Später wurde in der Klosteranlage eine Kaserne untergebracht. 1895 übernahmen Arme Schulschwestern die Gebäude.



Herz Jesu in Stadtamhof - Vorbild für die Mädchenbildung

Die in Regensburg lebende Gräfin Metsch fasste um 1730 den Plan zur Gründung eines weiteren Frauenklosters in der Reichsstadt. Sie erbat hierzu eine Gruppe von fünf Chorfrauen aus dem 1711 gegründeten Eichstätter Stift Herz Jesu. Die Angehörigen der Kongregation von Notre Dame lebten nach der Regel der Augustiner-Chorfrauen, aber in strenger Klausur.

Die Klostergründung in Regensburg scheiterte. Eine Rückkehr nach Eichstätt war den Nonnen aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht mehr möglich, da ihre früheren Plätze im Konvent schon wieder besetzt worden waren. So zogen sie auf den Rat des kurkölnischen Reichstagsgesandten Baron Karg hin auf das kurbayerische Territorium jenseits der Donau nach Stadtamhof. Dort erwarben sie 1733 für die Gründung des Klosters Herz Jesu ein Grundstück nordöstlich der Andreasstraße auf den so genannten "Manger Wiesen" von den Augustinerchorherren des Stifts St. Mang. In nur einem Jahr, von 1734 bis 1735, ließen die Frauen ein dreigeschossiges Konventgebäude mit Internatstrakt erbauen. Nachrichten zur Geschichte der Klosterkirche Herz-Jesu sind nicht bekannt. Es ist anzunehmen, dass es sich um einen Kapellenbau im Klausurgebäude handelte. Die Seelsorge für die Nonnen ("cura monalium") oblag den Chorherren von St. Mang.

Die Notre-Dame-Frauen widmeten sich der Erziehung junger Mädchen aus bürgerlichen und adligen Kreisen. Sie betrieben eine Volksschule und ein Pensionat für höhere Töchter. Durch diese schulische Tätigkeit legten sie gleichsam den Grund für die Entstehung des Ordens der Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau. Die Gründerin Karolina (später: Maria) Theresia Gerhardinger (gest. 1879; selig gesprochen 1985) wurde 1797 als Schifferstochter in Stadtamhof geboren. Sie besuchte die Volkschule von Herz Jesu und arbeitete dort später selbst als Hilfslehrerin. Nach dem Vorbild der Chorfrauen von Notre Dame organisierte sie 1833 ihre Kongregation für Volks- und Freischulunterricht.

Am 25. Juni 1806 verfügte das Königreich Bayern die Auflösung des Klosters. Diese Anordnung wurde jedoch erst am 1. August 1809 vollzogen. Das Klostergebäude diente nach der Säkularisation vorübergehend als Lazarett. Von 1814 bis 1893 nutzte die bayerische Armee das Areal als "Notre-Dame-Kaserne". 1892 erwarb die Gemeinde Stadtamhof die Gebäude und errichtete darin 1895 wieder eine Schule. Sie trägt seit den 1970er-Jahren zur Erinnerung an Theresia Gerhardinger den Namen "Gerhardingerschule Stadtamhof-Steinweg


Autor: Peter Morsbach
Quelle:
» http://www.datenmatrix.de/projekte/hdbg/kloster/index_extern.shtml