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Wie Regensburg beinahe deutsche Hauptstadt geworden wäre


Die Vorstellung mutet heute eher kurios an, doch vor knapp 150 Jahren wurde diese Möglichkeit ernsthaft diskutiert. Dass die historisch einmalige Chance ungenutzt verstrich, lag nicht an den Regensburger Bürgern…

»Neuerdings fängt nun die längst erstorben gewähnte deutsche Eiche zu grünen an, freudig treibt sie reichen Blätterschmuck und ihre gewaltige Krone erstreckt sich bereits über ein edles, freies Volk von 40 Millionen, unter ihren frischbelebten Zweigen alle deutschen Bruderstämme zur Einheit und Einigkeit verbindend. (…) Es ist nun hohe Zeit, die Frage zu erörtern, welche Stadt die bleibende Ehre genieße, die Residenz des deutschen Reichsoberhauptes zu sein. Aus leicht zu entwickelnden Gründen kann (…) keine andere deutsche Stadt sich um sie bewerben. Nur Regensburg, der historische und geographische Mittelpunkt des deutschen Vaterlandes ist vorzugsweise vor allen Städten geeignet, die Residenz des deutschen Reichsoberhauptes zu werden.« (Regensburger Tagblatt, 8. Juli 1848)

Sommer 1848. Die Märzrevolution hat den jahrzehntelang durch die Restauration unterdrückten Nationalismus wieder freigesetzt – in einem Volksaufstand, der alle Bevölkerungsschichten umfasste. Deutschland ringt um die Einheit. Der deutsche Partikularismus und die politische Ohnmacht des Deutschen Bundes sollen beseitigt, die Deutschen in einem Staatsgebilde mit einer Zentralregierung vereinigt werden. Die nationale Frage verbindet alle politischen Gruppierungen. In Frankfurt sucht die Nationalversammlung nach einem Sitz für die Zentralregierung des neuen Staatsgebildes.

Berlin kam nicht in Frage

Zunächst schien die Entscheidung unstrittig. Frankfurt sollte Sitz der Zentralorgane werden. Dass die Nationalversammlung in Frankfurt zusammentrat, galt allen revolutionären Kräften als selbstverständlich, da Frankfurt der Sitz des verhassten deutschen Bundestags war – des politischen Organs des restaurativen Fürstenpartikularismus. Daher wurde die Hauptstadtfrage in der Nationalversammlung zunächst kaum diskutiert – sie galt weithin als faktisch bereits entschieden, viele weit dringendere Fragen standen an. Man akzeptierte fast allgemein die entsprechenden Paragraphen des ersten Entwurfes einer künftigen Reichsverfassung vom April 1848, den siebzehn »Vertrauensmänner« der revolutionären Bewegung unter dem Vorsitz Heinrich von Gagerns, des späteren ersten Präsidenten der Paulskirchenversammlung, erarbeitet hatten. Darin hieß es: »Das Reichsoberhaupt residiert zu Frankfurt am Main« sowie: »Der Reichstag versammelt sich ... in Frankfurt am Main«. Der Historiker Friedrich Christoph Dahlmann, einer der führenden Köpfe der Liberalen, hatte das in der entsprechenden Sitzung des Siebzehnerausschusses mit dem Satz begründet, es gelte vor allem »das künftige Haupt weder in Wien, noch Berlin, noch München sein zu lassen, sondern bildlich und eindringlich zu zeigen, dass ein neues Leben angefangen werden müsse«.

Residenz am Donaustrom

Außer Frankfurt wurden eine Reihe weiterer Städte in Erwägung gezogen. Auch Regensburg stand zur Diskussion. Dafür gab es gute Gründe.

Schon im März 1848 hatte der Würzburger Arzt Johann Gottfried Eisenmann in seinem Verfassungsentwurf »Ideen zu einer Teutschen Reichsverfassung« Regensburg als Sitz des Reichsoberhauptes vorgeschlagen.

Am 3. April nahm die Regensburger Zeitung zu dieser Frage Stellung. Der Verfasser, Dr. Josef Anton Pangkofer, führte der Reihe nach die Städte an, die, historisch gesehen, Anspruch erheben könnten, künftig Bundeshauptstadt zu werden: Aachen, die alte Kaiserpfalz, liege zu abseits, zu nahe am Feind, wenngleich die Tradition noch am ehesten für diese Stadt spreche. Das gleiche gelte für Wien. So komme also nur Regensburg in Frage, eine der ältesten Städte des Reiches.

Vehement äußerte sich ein unbekannter Autor im Regensburger Tagblatt am 8. Juli zum Thema:

Regensburg, schon im grauen Altertum Residenz deutscher Kaiser und Könige, später Reichsstadt, in der zu verschiedenen Zeiten Reichstage stattfanden, dann, nach dem Dreißigjährigen Kriege, Sitz des permanenten Reichstags, habe durch das Zusammenstürzen des alten Reiches am meisten unter allen deutschen Städten an Ansehen verloren und seinen Wohlstand eingebüßt. Dennoch: Seine herrliche Lage an dem größten und mächtigsten Strom, unter einem einigen und starken Deutschland sicher bald die verkehrsreichste und belebteste Wasserstraße, auf der sich nötigenfalls in einem Tage Wien erreichen lasse, seine geringe Entfernung von dem Zentrum des deutschen Eisenbahnnetzes, welche bei Herstellung einer Zweigbahn nach Nürnberg auf einige Stunden reduziert werden könne, das alles gebe dieser Stadt den Vorzug vor allen anderen.

Der ungenannt bleibende Autor dieses Artikels spricht eines der dringendsten Probleme Regensburgs jener Zeit an, die wirtschaftliche Schwäche der Stadt.

»Wenn eine Stadt von ungefähr 20 000 Menschen einen Reichstag verliert, bey welchem die Gesandten aller Deutschen Staaten erschienen; wenn sie noch überdies vier Fürsten verliert, die ehemals in ihren Mauern wohnten ...; wenn sie zugleich noch ihre alten Rechte verliert, die sie seit Jahrhunderten besessen hat; wenn sie endlich gar ausgeplündert und zum Theile eingeäschert wird; so darf man weder vom Aufblühen derselben noch vom Glück und von Zufriedenheit ihrer Bewohner sprechen.«

So beschreibt der Botaniker Joseph August von Schultes in seinem Buch ›Donaufahrten‹ 1819 Regensburg. Das Urteil der modernen Geschichtsschreibung fällt eher noch härter aus, denn Schultes orientierte sich lediglich an den vordergründigen Ereignissen, die inneren Zusammenhänge dagegen blieben ihm verborgen.

Niedergang der heimlichen Hauptstadt

Was waren die Ursachen für den Niedergang Regensburgs? Die Reichsstadt Regensburg, als Sitz des Immerwährenden Reichstages fast eineinhalb Jahrhunderte heimliche Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, hatte in den Umwälzungen der napoleonischen Ära schwer gelitten. 1803 kündigte sich mit dem Reichsdeputationshauptschluss das Ende des Alten Reiches und damit das Ende Regensburgs als wichtiger politischer Vorort des Reiches an. Regensburg verlor seinen Status als freie Reichsstadt und wurde zum Zentrum des letzten geistlichen Fürstentums des Reiches, des Reichserzkanzlerstaates des Reichsfreiherrn Carl Theodor von Dalberg, eines anachronistischen politischen Gebildes, das den Keim des Zerfalls schon in sich trug. Mit dem Reich löste sich 1806 auch der Reichstag in Regensburg auf. Eine wichtige Einnahmequelle Regensburgs versiegte und die Stadt sank auf den Stand einer Provinzresidenz ab.

Doch es sollte noch schlimmer kommen. War die Stadt, die mit ihrem steinernen Donauübergang ein wichtiges strategisches Tor zum habsburgischen Machtbereich darstellte, in den Koalitionskriegen noch unerreichtes Ziel der französischen Armeen geblieben, so erschien das Heer Napoleons bei der Verfolgung der geschlagenen österreichischen Armee am 23. April 1809 vor Regensburg, das von einer Handvoll Österreichern verteidigt wurde. Nach schwerem Artilleriebeschuss stürmten die Franzosen die Stadt und begannen umgehend mit der Plünderung:
3 000 Bürger wurden gänzlich ausgeplündert oder obdachlos, rund ein Sechstel der Stadt wurde gänzlich zerstört, die vom Kaiser der Franzosen versprochenen Entschädigungen blieben aus. Dafür schanzte der große Napoleon dem bayerischen König im Jahr darauf die alte Reichsstadt zu: Regensburg wurde zur bayerischen Landstadt mit Sitz einer Kreisregierung. Der wittelsbachische König hatte ein von seinen Vorfahren seit 600 Jahren hartnäckig verfolgtes Ziel erreicht und Regensburg, die erste Hauptstadt Bayerns, in den bayerischen Staatsverband zurückgeholt. Hatte Napoleon die Stadt in große materielle Not gestürzt, so nahmen die jetzt in Regensburg wirkenden bayerischen Kommissare der Stadt ihre kulturelle Tradition: Archive, Bibliotheken und Kunstschätze wurden erfasst, bewertet und dann entweder nach München gebracht oder verkauft bzw. versteigert. Bis heute weiß niemand genau, was bei diesen Aktionen aus Regensburg weggeschafft wurde. – Aus der heimlichen Hauptstadt des Alten Reiches war eine ausgeplünderte, arme, bayerische Provinzhauptstadt geworden.

Kein Wunder, dass die Regensburger Bürgerschaft über die Möglichkeit, wieder eine deutsche Zentralinstanz in ihre Mauern zu bekommen, in eine mehr als euphorische Stimmung versetzt wurde.

Ausgebremste Bürgerinitiativen

In der nächsten Zeit setzten sich immer wieder prominente Regensburger Bürger für die Hauptstadtfrage ein – so auch der Porzellanfabrikant Schwerdtner. Als Vertreter der Regensburger Stadtbehörden empfing er den soeben von der Frankfurter Nationalversammlung in einer spektakulären Wahl zum Reichsverweser gekürten Erzherzog Johann an der Grenze des Regierungsbezirkes Oberpfalz und Regensburg in Neumarkt und geleitete ihn am 16. Juli mit anderen Honoratioren nach Regensburg. Dabei sprach Schwerdtner auch die Hauptstadtfrage an und berichtete dem Bürgermeister Johann Georg Satzinger tags darauf in einem Brief von der wohlwollenden Reaktion des hohen Herren:

»Der H. Reichsverweser geruhten mir hierauf die Versicherung zu geben, daß er selbst bedaure, diesmal von der gebieterischen Eile gedrängt nicht länger in Regensburg verweilen zu können. Dass er die ausgesprochene Ansicht, welche Regensburg als den geeignetsten Punkt zum Sitz der neuen Reichsverfassung bezeichnet, teile und selbst den Wunsch hege, daß er hier seinen Sitz aufschlagen, daß dieses aber nicht gleich sondern erst später geschehen könne.«

Das offizielle Regensburg reagierte erstaunlich zurückhaltend auf die bürgerlichen Initiativen. Satzingers umschweifige Antwort an Schwerdtner fällt höflich, aber ausweichend und auf Zurückhaltung bedacht aus, da er die Missgunst anderer Städte fürchtete:

»Auf die schätzbare Mitteilung vom Gestrigen sehen wir uns zum verbindlichsten Danke verpflichtet und beehren uns, hierbei unsere Ansicht dahin auszusprechen, wie wir nicht der Meinung seien, dass jetzt schon wegen Verlegung des Sitzes der Zentralgewalt des deutschen Reiches nach Regensburg öffentlich aufgetreten werden solle, indem dies zur Zeit wenigstens mit dringenden Motiven nicht unterstützt werden könnte u. bei anderen Städten in ähnlicher Lage Eifersucht erzeigen würde. Wir könnten daher eine diesfallsige Adresse an die Nationalversammlung oder an des Reichsverwesers Kaiserliche Hoheit nicht bevorworten. Vielmehr glauben wir, es wäre privatim mit dem H. Abgeordneten der Nationalversammlung aus Regensburg ins Benehmen zu setzen und von demselben Gutachten sich zu erbitten, ob und welche Einleitungen jetzt schon zweckmäßig seien und wie diese für Bayern und namentlich für Regensburg höchst wichtige Sache weiter zu behandeln wäre.«

Noch zögerlicher sah der Regensburger Abgeordnete in der Paulskirche, Adolf von Zerzog, die ganze Angelegenheit, wie sich einem Brief vom 24.7.1848 an seinen Freund Dr. Karl Herrich entnehmen lässt:

»Was der Erzherzog zu den Regensburgern gesagt hat, haette er in dubio zu jeder Stadt gesagt. – Ich bin auch überzeugt, daß er persönlich lieber in Regensburg waere als hier, aber jetzt im provisorium eine Verlegung [= des Reichstags] zu beantragen würde gradezu für einen Narrenstreich erklaert u. verdürbe die Sache sicher. – Auch wenn einmal dazu die Zeit koemmt, so muß kein Regensburger u. kein Bayer die Sache in Anregung bringen, sondern ein Oestreicher, oder noch besser ein Schwabe, oder am allerbesten ein Nordlaender.«

Diese geradezu ängstlich anmutende Haltung der Regensburger Offiziellen, die eine »Eigenbewerbung« scheuten, mag logisch manches für sich haben, verständlich ist sie allerdings nicht, denn andere Städte engagierten sich gleichzeitig recht massiv, um sich als zukünftige Hauptstadt Deutschlands ins rechte Licht zu setzen. In Bayern wären hier noch Augsburg, Würzburg, Nürnberg und Bamberg zu nennen, aber auch Leipzig, Dresden, sogar Prag und Gotha wurden vorgeschlagen. Besonders aber Erfurt entfaltete intensive Aktivitäten bis hin zur Schaffung von Lobbys in Frankfurt und Berlin.

Regensburg aber hatte einen Befürworter, der eben nicht nur aus Höflichkeit Regensburg als zukünftigen Sitz der deutschen Zentralgewalt angesprochen hatte – den Reichsverweser Erzherzog Johann. In einer stichwortartigen Zusammenfassung der Ereignisse 1848/49 vermerkt er etwas kryptisch wohl zu den ersten Monaten als Reichsverweser: »Das zeigt die Folge, der Sitz nach Regensburg.« Mitte September griff der Reichsverweser diesen Gedanken nochmals gegenüber dem bayerischen Außenminister Graf Otto von Bray-Steinburg auf, als er von der Möglichkeit sprach, die Nationalversammlung nach Augsburg, Nürnberg oder Regensburg zu verlegen, »wo unter dem Schirm der bayerischen Regierung Sicherheit zu finden sei«.

Weder seitens der bayerischen Regierung noch seitens der Stadt wurde aber in den folgenden Wochen die Angelegenheit weiterverfolgt.

Ein letzter Versuch

Als allerdings das Frankfurter Parlament im September durch radikale Gruppen in schwere Bedrängnis geriet, richtete am 26. September eine Bürgerversammlung eine Adresse an die Nationalversammlung, im Falle eines Ortswechsels die Stadt Regensburg als neuen Sitz zu wählen, damit, »wo das alte deutsche Reich sein Ende fand, auch die Wiege des neuen Reiches werde«. Im Februar 1849 wurde diese Bitte vom Magistrat gegenüber der Reichsregierung wiederholt; bleibe die Nationalversammlung in Frankfurt, sollten jedenfalls die Reichsregierung oder das Reichsgericht ihren Sitz in Regensburg nehmen. Dieser Antrag, um dessen Unterstützung auch die bayerische Regierung gebeten wurde, wurde begründet mit der alten Reichstagstradition der Stadt, mit dem so notwendigen wirtschaftlichen Aufschwung, der hierdurch für Regensburg in Aussicht stehe, schließlich mit der günstigen Verkehrslage der Stadt und dem treuen und biederen Charakter der Bevölkerung, der jede Besorgnis verscheuche, »dass es hier ungesetzlichem oder verwerflichem Treiben politischer Leidenschaften je gelingen werde, festen Fuß zu fassen und Erfolg zu erlangen . . .«. Beiden Adressen blieb aber der Erfolg versagt, vor allem auch aufgrund der Sorge König Maximilians II., Regensburg könne als Freie Reichsstadt wieder aus dem bayerischen Staatsverband ausscheiden.

Im Laufe der letzten Monate des Jahres 1848 hatte sich auch die gesamtpolitische Lage grundlegend verändert. Bayern trat auf Grund der zentralistischen Tendenzen der provisorischen zentralen Reichsgewalt in schärfer werdenden Gegensatz zu Frankfurt. Österreich zog sich zunehmend aus der deutschen Einigungsbewegung zurück, wodurch die kleindeutsche Lösung unter preußischer Hegemonie immer wahrscheinlicher wurde. Damit aber rückte Regensburg an den Rand des konzipierten kleindeutschen Nationalstaats und damit entfiel auch das Interesse der Habsburger Monarchie die Reichsversammlung oder die Reichsregierung nach Regensburg zu verlegen.

Epilog und Ausblick

War dies eine vertane Chance für Bayern und Regensburg? Es war wohl nicht nur irgendeine vertane Chance, sondern eine versäumte letzte Chance für Deutschland und für Regensburg: In der Frankfurter Paulskirche versuchten die Parlamentarier ein letztes Mal Deutschland in den Grenzen des Alten Reichs, das 1806 untergegangen war, als Nationalstaat wieder aufleben zu lassen. Diese nationale Utopie scheiterte an der Realpolitik. Die politischen Gewichte in Deutschland verschoben sich dadurch nach Norden; Regensburg lag damit auch nicht mehr in der Mitte Deutschlands und schied aus der Hauptstadtdiskussion aus. Es mussten fast einhundertfünfzig Jahre vergehen, ehe Regensburg wieder eine Chance bekommen sollte: Die Wiedervereinigung Deutschlands und die Öffnung der Grenzen in Europa gaben der alten Ratisbona wieder ihre Stellung in der Mitte Europas zurück. Aus der verarmten bayerischen Landstadt ist inzwischen ein begehrter Wirtschaftsstandort im freien Europa geworden.


Autor: Dr. HeinrichWanderwitz, Archivdirektor, ist Leiter des Amtes für Archiv- und Denkmalpflege in Regensburg.

Quelle:
Artikel aus der Zeitschrift Aviso


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