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Mönch, Inkluse, geb. 11. Jh. in Irland, gest. 24.4. 1083 oder 1086 in Regensburg, Fest: 24.4. - M. hieß eigentlich Muiredach und war irischer Herkunft. Um das Jahr 1067 kam er nach Bamberg und lebte einige Zeit dort auf dem Michaelsberg. Im Jahre 1072 ließ er sich in Regensburg als Inkluse nieder. 1075 übertrug ihm die Äbtissin Willa von Obermünster die Kirche Weih-St.-Peter. Hier rief M. eine Mönchsniederlassung ins Leben. Der Tradition nach bestritt M. seinen Lebensunterhalt durch das Abschreiben von Büchern. - In der Kunst wird er dargestellt in Pilgerkleid mit Reisestab. - Das Abschreiben von Büchern geschah auch in besonderem Auftrag der Äbtissin Hemma von Niedermünster. Als weitere Tätigkeit ist zu erwähnen der Unterricht, den er Knaben in Lesen und Schreiben und in der Auslegung der Hl. Schrift gab.




Gründung des Schottenklosters zu Regensburg

Nach Aventin, Adlzreiter u. a. Gemeiners Regensb. Chronik, I., 176. Gumpelzhaimer, I., 228. Ried, Hist. Nachr. von dem 1552 demolirten Schottenkloster Weih St. Peter zu Regensburg, 1813.

Aus Schottland kam ein heiliger Mann, genannt Marianus, mit sechs Gefährten nach Regensburg. Dort fand er im Frauenstift Niedermünster gastliche Aufnahme und besorgte dafür Abschriften der heiligen Bücher. Bald war der gelehrte und fromme Fremdling überall beliebt. Das erregte den Neid seines Gefährten Murcherad. Deswegen beschloß Marian Regensburg zu verlassen und nach Rom zu pilgern.

Da träumte ihm zuvor, er solle den Pilgerstab ergreifen, aber dort bleiben, wo ihn unterwegs der erste Strahl der Sonne bescheinen würde. Also zog Marian frühmorgens mit zwei seiner Genossen von dannen. Der Weg führte sie bei der Kapelle in Wihen oder Weih St. Peter vorüber. Sie gingen hinein, Gott um Segen zur Reise zu bitten.
Während sie noch andächtig beteten, fiel ein freundlicher Lichtblick der Sonne durchs Fenster. Entzückt ruft Marian: »Dies ist der Ort, hier will ich leben und sterben!«

Das erfuhr die Äbtissin von Obermünster, wohin die Kapelle gehörte, und sie erklärte sich bereit, dem frommen Marian die Kirche unter Vorbehalt des Grundeigentums abzutreten. Ein reicher Bürger, Bezelin, half durch reiche Beisteuer zum Bau des Klosters, in das Marian mit seinen Genossen im Jahre des Herrn 1075 einzog.


Autor: Ekkart Sauser
Quelle: » http://www.bautz.de/bbkl/m/marianus_v_r.shtml