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Für einiges Aufsehen sorgte der Bericht einer kanarischen Lokalzeitung, welche die sensationelle Entdeckung einer uralten Stufenpyramide auf der Insel Teneriffa meldete. Die Reaktion der so genannten "Fachleute" war auch in diesem Fall voraussehbar; sie bestand in Achselzucken und einem müden Abwinken der Archäologen. "Wieder mal ein paar landwirtschaftlich genutzte Steinterrassen", hieß es offiziell, "wie es sie auf den Kanareninseln zu Hauf gibt."1 

Es gab aber auch Forscher, die anders über diesen Fund dachten, und einer davon war der norwegische Alternativhistoriker Thor Heyerdahl. Dr. Heyerdahl, der schon ausführliche Untersuchungen der Pyramidenanlagen von Tucume in Peru durchgeführt hatte, war beeindruckt von Fotos des Komplexes. Also unternahm er persönlich eine Forschungsreise auf die Insel, um das Bauwerk im Tal von Guimar zu überprüfen. Vor Ort wurden seine letzten Zweifel zerstreut: Hier handelte es sich eindeutig nicht um Überreste neuer, landwirtschaftlicher Anlagen, die von spanischen Kolonisatoren angelegt wurden, wie offiziell behauptet wurde. Es handelte sich vielmehr eindeutig um sorgfältig errichtete Stufenpyramiden, die nach ähnlichen Prinzipien erbaut waren wie vergleichbare Objekte in Mexiko, Peru, und dem alten Mesopotamien.

Abb. 1: Wurden die Pyramiden von Guimar auf den Kanarischen Inseln von Phöniziern erbaut?  



Bei den Steinen, aus denen die Pyramiden von Guimar einst errichtet wurden, handelt es sich keineswegs um unbearbeitetes Geröll, sondern jeder einzelne Stein war sorgfältig mit seiner flachen Seite nach außen von Steinmetzen eingepasst worden. Die Hänge des Vulkans Mount Teide im Rücken und dem Atlantik zugewandt, sind die Gebäude präzise auf den Sonnenaufgang zur Sommersonnenwende ausgerichtet, ebenso wie dies bei vielen heiligen Bauwerken in verschiedenen Erdteilen der Fall ist. "Sorgfältig erbaute Treppen auf der Westseite beider Pyramiden führen hinauf auf die Spitze, bei der es sich nicht um einen Haufen von Steinen handelt, sondern um eine absolut ebene Plattform, bedeckt mit Kies. Bei den Steinen, die hierfür verwendet wurden, handelte es sich keineswegs um verwitterte, von Wind und Wetter gerundete Blöcke, wie sie auf den Inseln häufig einfach in der Gegend herumliegen, sondern um scharfgratige Lavafragmente, wobei einige der Ecksteine behauen sind.

Archäologen der Universität von La Laguna wurden schließlich mit Probeausgrabungen einer Plattform in der Mitte der Beiden Pyramiden beauftragt. Wie von Dr. Heyerdahl vorausgesagt, und im Gegensatz zu ihren eigenen Annahmen, stellten sie dabei definitiv fest, dass es sich hier keineswegs um einen wirren Steinhaufen handelte, sondern um ein kunstvoll aus Steinblöcken, Kies und Erde errichtetes Bauwerk von vermutlich zeremonieller Bedeutung. Doch auch dies hat orthodoxe Historiker nicht daran gehindert, einen jüngeren Ursprung dieser beeindruckenden Konstruktion vorauszusetzen. Eine dieser Theorien besagt z.B., sie sei möglicherweise von frühchristlichen Eroberern zur Zeitmessung errichtet worden, damit sie herausfinden konnten, wann sie das katholische Fest von St. John zu feiern hatten. Den Guanchen, diesen "steinzeitlichen" Ureinwohnern der Kanaren traute jedenfalls niemand das Know-how zu, das für die erfolgreiche Umsetzung eines solchen Bauprojekts notwendig ist.

Wer könnten die Erbauer gewesen sein? Diese Frage muss natürlich besonders alternative Historiker beschäftigen, die sich mit der Erforschung möglicher, transatlantischer Kontakte in präkolumbischer2 Zeit befassen. Natürlich hatten auch Heyerdahl und sein Team ihre Vorstellungen und Hypothesen, nach denen die Pyramiden Überbleibsel voreuropäischer Reisender sein könnten, die in alten Zeiten über den Atlantik gesegelt seien. Möglicherweise stellten diese Bauten sogar eine Verbindung mit frühen Zivilisationen aus Amerika dar. Unter den "Ureinwohnern" der Kanareninseln gab es auch hellhaarige und bärtige Menschen, die mit den Berbervölkern verwandt gewesen sein könnten, welche vor den arabischen Eroberungszügen noch die Küstengebiete Nordafrikas bewohnten.  

Abb. 2: Die Ruinen von Guimar  



Warum sollten also nicht schon lange vor dem 15. Jahrhundert Menschen wie diejenigen, die offenbar auch die Kanaren besiedelt haben, die selbe Route mit Segelschiffen bewältigt haben, deren Kanarenströmung später Kolumbus nach Amerika brachte? Für seine große Fahrt benutzte schließlich auch der Genueser die Kanareninsel Gomera bei Teneriffa als "Sprungbrett", wo seine Schiffe Wasser und Proviant aufnahmen. "Die Guanchen von Teneriffa haben 1492 weder Columbus noch irgendwelchen anderen Europänern gestattet, auf ihrer Insel zu landen. Vom äußeren Erscheinungsbild der bärtigen Europäer, die ihnen selber ähnlich sahen, waren die Guanchen keineswegs beeindruckt. Als aber Columbus und die Europäer, dieser Strömung folgend, in der 'Neuen Welt' ankamen, wurden sie dort herzlich empfangen und zunächst als Götter verehrt, da die bartlosen Indianer annahmen, die Spanier gehörten zu dem selben Volk wie die legendären Gründer ihrer Zivilisation, bärtige Männer, die von jenseits des Atlantischen Ozeans kamen.3

Wie wissenschaftliche Ausgrabungen auf verschiedenen Kanareninseln, z.B. bei Tufia auf Gran Canaria (Abb. 2), inzwischen gezeigt haben, war dieses Archipel auch schon lange vor seiner Besiedlung durch die modernen Europäer und der Ausrottung der Guanchen wiederholt das Ziel von Kolonisatoren, die erfahrene Seefahrer gewesen sein müssen. Wenn wir nun nach einem antiken Volk suchen, das über die Säulen des Herakles hinaus  in den atlantischen Raum vorgestoßen ist, dann werden wir schnell fündig. Gab es doch vor mehr als 2000 Jahren eine mächtige Seefahrernation, die diesen Großraum lange Zeit für sich alleine beanspruchte: Die Phönizier. Eine ganze Reihe von Funden in Nord- und Südamerika lassen es inzwischen nahe liegend erscheinen, dass dieses Händlervolk sogar recht intensive Beziehungen dorthin pflegte.

Zu diesen Relikten, über die Sie bei atlantisforschung.de einige Basis-Informationen finden, gehören z.B. die Costa-Tafel aus Brasilien, die Brennöfen von Florence, Arizona, oder eine bärtige Olmekenfigur mit eindeutig phönizischen Zügen. Während den Phöniziern aber von Geschichtsforschern in der Regel zwar eine begrenzte Schifffahrt im Atlantik entlang der afrikanischen und europäischen Küsten zugebilligt wird, gelten transkontinentale Reisen unter "Fachleuten" als indiskutabel. Was wäre jedoch, wenn es bereits archäologische Evidenzen gäbe, die eine Funktion der Kanaren als wichtige Handelshäfen IM Atlantik nahe legen?

Wer nach wie vor transkontinentale Atlantikfahrten der Phönizier und anderer alten Völker für 'unmöglich' hält, sollte hier vielleicht "die archäologischen Attraktionen zur Kenntnis nehmen, die kürzlich vom Unterwasserforscher Pippo Cappelano bei der Kanaren-Insel Lanzarote entdeckt wurden. Er hat in 20 bis 22 Meter Wassertiefe rechtwinklige Steinformationen gefunden und gefilmt, die unzweifelhaft von Menschenhand geschaffen wurden. Bilder seiner Entdeckung erschienen im `HERA magazine´. (...) Da sie lediglich in einer Tiefe von etwa 20 Metern liegen, haben sie vermutlich noch zu Christus Zeiten über dem Meeresspiegel gelegen (...) Vermutlich stellen die Unterwasser-Anlagen vor Lanzarote Belege für die Präsenz eines proto-phönizischen, ibero-phönizischen oder karthagischen Seehafens in dem Archipel während des ersten oder zweiten Jahrtausend v. Chr. dar."4

Abb. 2: Darstellung eines phönizischen Kriegsschiffs (mit Rammsporn) auf einem Artefakt aus Burros Cave in Illinois  



Natürlich können diese Ruinen theoretisch auch noch älteren Datums sein, allerdings vermuten Atlantisforscher Relikte aus der prädiluvialen Epoche von Atlantis in weitaus größerer Wassertiefe. Außerdem passt Cappelanos Entdeckung sich nahtlos in das Szenario phönizischer Aktivitäten im atlantischen Raum ein, das auch andere aktuelle Funde nahe legen: "Erst kürzlich hat der Kanaren-Archäologe und Historiker Pablo Atoche Peña neue Beweise für eine frühe Präsenz der Phönizier und Khartager auf den Kanaren in der Zeit um 500 v. Chr. veröffentlicht. Dies verschafft der Annahme einiges Gewicht, dass diese maritimen Völker regelmäßige Reisen zu der Inselgruppe unternahmen, und sie womöglich als `Sprungbrett´ in den äußeren Ozean nutzten. Von hier aus trägt die Kanarenströmung ein Schiff in Richtung Kapverdische Inseln, bevor es mit der nördlichen Äquatorial-Strömung westwärts in Richtung Karibik getrieben wird. 100  v. Chr. schrieb der römische Geograph Statius Sebosus, man müsse 40 Tage segeln, um von den Gorgaden, zweifellos die Kapverdischen Inseln vor der westafrikanischen Küste zu den Hesperide, den 'Inseln des Westens ', zu gelangen, die nach klassischer Überlieferung jenseits des Ozeans gelegen haben sollen. Sicherlich ist dies eine Bezugnahme auf transatlantische Reisen, die entweder während oder vor seiner Zeit, höchstwahrscheinlich von karthagoschen und phönizischen Reisenden, unternommen wurden."5

Vorausgesetzt, weitere Erforschungen der unterseeischen Hafenanlagen auf den Kanaren ergeben dort klare Beweise für einen phönizischen Einfluss, so ist die Frage mehr als berechtigt, was diese Händler und Kaufleute eigentlich dort zu suchen hatten. Die Guanchen werden schwerlich Handelswaren zu bieten gehabt haben, an denen man in Sidon, Tyros, oder später in Karthago interessiert war. Auch Bodenschätze oder Edelmetalle, die einen Bergbaustützpunkt rechtfertigen würden, sind dort nicht in nennenswerter Form zu finden. Als geheimer Stützpunkt oder Refugium - etwa während der Endphase des Entscheidungskampfes mit Rom - können die Inseln ebenfalls nur von begrenztem Nutzen gewesen sein, da auch ihre Feinde früher oder später dorthin gelangen könnten. Nur eine Funktion als Brückenkopf für transatlantische Reisen rechtfertigt die langfristige Präsenz punischer Seefahrer. Wenn wir ihren Spuren folgen wollen, um nach weiteren Anhaltspunkten für frühen Kulturaustausch zu suchen, dann müssen wir uns ebenfalls auf eine Reise nach dem Doppelkontinent Amerika begeben.



Quellen:

(1) Quelle: http://www.ferco.org/ferco_pyramids.html

(2) Gemeint ist: Vor der (Wieder)Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus

(3) Quelle: http://www.ferco.org/ferco_pyramids.html

(4) Quelle: http://www.andrewcollins.net/page/conference/

(5) Quelle: Ebd.
 

Bildquellen:

(1) http://www.piramidesdeguimar.net/aleman/pagina.htm
(2) Ebd.
(3) http://www.unsolved-mysteries.net/update/frameausstellung.htm


Autor: » atlantisforschung.de
Quelle:
» http://www.atlantisforschung.de/index2.htm