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Die Völuspá (isl.), anord. Vǫluspá - „Weissagung der Seherin“ (vǫlva = Seherin + spá = Prophezeiung), ist das erste der 16 Götterlieder des „Königsbuchs“ Codex Regius mit 63 Strophen (siehe auch: Edda). Eine leicht abweichende Version mit 57 Strophen findet sich in der Hauksbók.

Die Völuspá gilt als das bedeutendste Gedicht des nordischen Mittelalters. Die normalisierte Form (Abgleich zwischen Codex Regius und Hauksbók) besteht aus 66 Strophen. Diese Strophen bestehen aus Stabreimversen (Fornyrðislag).

Sie entstand wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts in Island.

Inhalt

Die Worte sind einer Seherin in den Mund gelegt, welche von der Entstehung und dem Ende der Welt berichten(siehe auch: Germanische Schöpfungsgeschichte), bis zum Weltuntergang (die Ragnarök) und der damit verbundenen Neuentstehung, wobei der Schwerpunkt auf dem Zukünftigen, dem Weltende liegt. Der/die unbekannte Dichter/in der Voluspá greift hier auf alte, nordische Mythen zurück, die allgemein als bekannt voraussetzt werden, sodass vieles nur kurz angerissen wird.

Die Völuspá unterscheidet sich von den meisten Götterliedern der Edda, weil es sich hierbei nicht um eine bloße Aufzählung verschiedener religiöser Elemente handelt, sondern um einen einigermaßen zusammenhängenden Ablauf von Handlungen von Anfang bis Ende.

Die Basis der heutigen Versionen ist die reorganisierte Form des norwegischen Philologen Sophus Bugge (1833-1907). Bei der Interpretation von Bugge begann das Lied mit einer Vorstellung der Völva.

Die Seherin erzählt hier zunächst von der Schöpfung, vom Anfang der Zeit in der mythischen Leere Ginnungagap, von dem Entstehen der Welt und davon, wie es den Göttern gelang, Ordnung in das Universum zu bringen.

Nach einem kleinen Abstecher, bei dem die Seherin von der Schöpfung der Zwerge berichtet, berichtet sie weiter, wie die ersten Menschen geschaffen wurden und von den Nornen, dem personifiziertem Schicksal, die sich an einer der Wurzeln des Weltbaumes, der Esche Yggdrasil befinden.

Danach folgt eine Beschreibung des ersten Krieges in der Welt, bei dem sich die beiden Götterfamilien, die Asen und Vanen, wegen des Mordes an der mystischen Gullweig in die Haare gerieten.

Der zweite Teil der Völuspá wird mit der Ermordung des heiteren und gutherzigen Baldrs eingeleitet. Diese Untat ist die Einleitung einer Reihe gewaltsamer Handlungen, die in der Schicksalsschlacht, dem Ragnarök gipfeln, bei der Götter und Riesen einander töten. Ragnarök ist der Weltuntergang, bei dem die Erde ins Meer versinkt und die Welt zur vollständigen Finsternis des Chaos zurückkehrt.

Der Seherein zufolge wird sich jedoch eine neue Welt aus den Wellen erheben, auf der Baldur und sein Töter, Hödur, herrschen werden. Ein neues goldenes Zeitalter für Götter und Menschen beginnt.


Figuren

Da die Völuspá die gesamte mythologsiche Weltgeschichte von der Schöpfung bis zum Untergang darstellt, ist die Anzahl der erwähnten Figuren sehr groß. Daher ist die folgende Liste eine Auswahl.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lusp%C3%A1