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Die Bewaffnung der Fürsten, Bojaren und Drushinniki unterschied sich stark von den Waffen der einfachen Bevölkerung. Die erst genannten hatten eine komplette Ausrüstung, während die Landbevölkerung nur mit Axt oder einem Spieß bewaffnet war, welcher in friedlichen Zeiten zur Großwildjagd genutzt wurde.
Anhand von Funden ist eine vollständige rekonstruktion der Bewaffnung möglich. Obwohl verschiedener Bestattungsriten und Stammeigentümlichkeiten bleibt die Ausrüstung, die man den Kriegern mit ins Jenseits gab, gleich. Egal ob in Kiev, Smolensk, Jaroslav, Novgorod oder um andere Mittelpunkte der Rus.

Schlachtrosse mit voller Ausrüstung - das alles gehörte zu den Grabbeigaben.


Die Bewaffnung der Drushinen des 10.Jahrhunderts beweist, dass die Gefolgschaften der russischen Fürsten zur Zeit der Feldzüge Olegs und Swjatoslaws nicht vorwiegend aus Skandinaviern bestanden haben. Sowohl der Helm wie das Kettenhemd und die Pfeile der russischen Drushinniki sind von denen der Normannen verschieden. Nur ihr Schwert entspricht dem normannischen Typ. Wie in dem Bereich "Schwerter" beschrieben wird, waren Schwerter dieser Art gar nicht spezifisch normannisch, sondern gemeineuropäisch und aus Westeuropa sowohl nach Skandinavien wie nach den Rus ausgeführt worden. In der Rus wurden allerdings auch Schwerter erzeugt.

Von der Bewaffnung des 11. bis 13.Jahrhunderts weiß man sehr viel weniger als von den Waffen des 9. und 10.Jahrhunderts. Einige Forscher vermuten, dass der heidnische Brauch der Bestattung mit der Waffe infolge der Christianisierung aufgehört habe und dass an seiner Stelle das Begräbnis ohne Beigabe getreten sei. In der Tat haben sich nur wenige Gräber mit Waffen aus dem 11. und 12.Jahrhundert erhalten. Das liegt aber nur daran, dass diese Grabstätten, die sich in oder neben Kirchen befanden, später zum größten Teil vom Klerus gröblich verfälscht worden sind. An Ausgrabungen von unberührten Gräbern Kiewer Fürsten oder Nowgoroder Possafniki lässt sich feststellen, dass der Brauch, Waffen in den Sarg mitzugeben, auch im 11. und sogar im 13. Jahrhundert noch ziemlich regelmäßig geübt wurde. Reiches Material zum Studium der Waffen des 11. und 13. Jahrhunderts liefern ferner die Abbildungen von Waffen auf alten Miniaturen und Ikonen. Zudem fließen auch die Mitteilungen der Chroniken über die Bewaffnung in diesen Jahrhunderten sehr viel reichlicher.