StartseiteDigitale WeltenRegensburgGermanenWeltgeschichteGrenzwissenschaftDas MittelalterSuche IndexAnfänge DeutschlandsGermanische MythologieGeschichte der SeefahrtInhalteSonstigesImpressumGästebuch

Germanen:

Übersicht

Einleitung in die Welt der Germanen

Tacitus über die Germanen

Runen - Die Schrift der Germanen

Die Westgermanischen Stämme - Teil 1

Die Westgermanischen Stämme - Teil 2

Die Nordgermanischen Stämme

Die Ostgermanischen Stämme

Foederaten

Die Goten

Wikinger

Germanische Mythologie

Die Völkerwanderung

Die Schlachten der Germanen Teil 1

Die Schlachten der Germanen Teil 2

Die Westgermanischen Stämme - Teil 2:

Nemeter

Sachsen

Sueben

Alamannen

Breisgauer

Bucinobanten

Juthungen

Lentienser

Rätovarier

Hermunduren

Langobarden

Markomannen

Quaden

Semnonen

Warnen

Teutonen

Thüringer

Triboker

Tubanten

Tungerer

Ubier

Vangionen

Taifalen

Allgemein:

Startseite



Die Langobarden (»Langbärte«, auch Winniler) waren ein Teilstamm der Sueben, eng mit den Semnonen verwandt, und damit ein germanischer Stamm, der ursprünglich an der unteren Elbe siedelte.
Die Landschaft südlich der Elbe in den Landkreisen Harburg und Lüneburg wird bis heute Bardengau genannt, auf das sich auch der Name des Ortes Bardowick bezieht.

Name

Der Sage nach zogen die Winniler gegen eine Übermacht in den Krieg und sie beteten zu Wotan. Er sagte, dass er dem Heer, das er am Morgen zuerst erblickt, den Sieg schenken würde. Da sagte Freyja, die Gattin Wotans, dass die Frauen der Winniler sich ihre Haare um den Hals schlagen sollten damit sie aussehen wie Bärte. Am nächsten Morgen sah Wotan zu den Frauen und sagte:
»Wer sind diese Langbärte?« Da sprach Freyja: »Du hast ihnen einen Namen gegeben, nun gebe ihnen den Sieg.« Von dem Tag an nannten sich die Winniler Langobarden.


Geschichte

Zu Beginn der Markomannenkriege drangen die Langobarden 166 n. Chr. ins römische Reich ein und besetzten das Gebiet an der mittleren Donau, in dem vorher die Rugier siedelten (heute Niederösterreich). Um 490 n. Chr. zog eine Gruppe, die die Quellen als Langobarden bezeichnen, nach Mähren und zu Beginn des 6. Jahrhunderts nach Pannonien. Im Jahr 510 vernichteten sie endgültig das von Rudolf regierte Herulerreich.

Im Jahr 567 vernichteten sie zusammen mit den Awaren das Gepidenreich, mussten dann jedoch vielleicht selbst den Awaren ausweichen. Sie eroberten ab 568 unter König Alboin Teile Italiens. Vielleicht war diese letzte germanische Reichsgründung der Spätantike allerdings auch die Folge einer »Einladung« durch den oströmischen Feldherrn Narses, der die Langobarden möglicherweise aufgefordert hatte, sich als Föderaten in Norditalien anzusiedeln. In jedem Fall drangen die Germanen (dem Zug hatten sich keineswegs nur Langobarden angeschlossen) auch weiter nach Süden vor, sie konnten aber nicht die ganze Halbinsel erobern: Etwa die Hälfte des Landes blieb unter der Kontrolle des oströmischen Reiches.

Das Langobardenreich, mit der Hauptstadt Pavia (daher Lombardei), umfasste Norditalien und Teile Mittel- und Süditaliens und zerfiel in mehrere Dukate. Authari (584-590), verheiratet mit Theudelinde, Tochter des Herzogs von Bayern, trat vom arianischen zum katholischen Glauben über. Unter Grimoald (662-671) und Liutprand (712-744) erreichte das Langobardenreich seine größte räumliche Ausdehnung. Karl der Große eroberte 774 Pavia unter dem letzten Langobardenkönig Desiderius und ließ sich selbst zum König der Langobarden krönen. Im Süden blieb das Herzogtum Benevent bis zur Eroberung durch die Normannen im 11. Jahrhundert selbständig. Die Region Lombardei trägt noch heute den Namen der Langobarden.

Die Königskrone der Langobarden war die sogenannte Eiserne Krone. Jahrhunderte später ließ Napoleon sich mir der eisernen Krone zum König von Italien krönen, um seine Herrschaft zu legitimieren.

Herzöge der Langobarden

Hinweis:
Die ersten Herzöge bis Wacho lassen sich historisch nicht belegen, sie sind nur in der Stammes-Sage enthalten. Die Regierungszeiten bis Alboin sind nicht gesichert.

??? - ??? Agelmund  
??? - ??? Lamissio  
??? - ??? Ibor und Agio  
??? - ??? Lethuc  
??? - ??? Hildeoc  
??? - ??? Godeoc  
478 - 490 Claffo  
490 - 510 Tato  
510 - 540 Wacho  
540 - 545 Walthari  
545 - 560 Audoin  
560 - 572 Alboin  

Könige der Langobarden

(Lombardei, Italien)

568 - 572 Alboin  
572 - 574 Cleph  
584 - 590 Authari  
590 - 615 Agilulf  
615 - 626 Adaloald  
626 - 636 Arioald  
636 - 652 Rothari  
652 - 653 Rodoald  
653 - 661 Aripert I.  
661 - 662 Godepert und Perctarit  
662 - 671 Grimoald  
671 Garibald  
671 - 688 Perctarit (2. Mal)  
688 - 700 Cunincpert  
689 Alahis  
700 Liutpert  
701 Raginpert  
701 - 712 Aripert II.  
712 Ansprand  
712 - 744 Liutprand  
744 Hildeprand  
744 - 749 Ratchis  
749 - 756 Aistulf  
756 - 757 Ratchis (2. Mal)  
757 - 774 Desiderius  
759 - 774 Adelchis (Mitkönig)  
774 Übernahme der Königswürde durch die Karolinger / Karl der Große  
888 Berengar I.  
950 Berengar II.  
951 Übernahme der Königswürde durch Otto I.  

Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Langobarden