StartseiteDigitale WeltenRegensburgGermanenWeltgeschichteGrenzwissenschaftDas MittelalterSuche IndexAnfänge DeutschlandsGermanische MythologieGeschichte der SeefahrtInhalteSonstigesImpressumGästebuch

Germanen:

Übersicht

Einleitung in die Welt der Germanen

Tacitus über die Germanen

Runen - Die Schrift der Germanen

Die Westgermanischen Stämme - Teil 1

Die Westgermanischen Stämme - Teil 2

Die Nordgermanischen Stämme

Die Ostgermanischen Stämme

Foederaten

Die Goten

Wikinger

Germanische Mythologie

Die Völkerwanderung

Die Schlachten der Germanen Teil 1

Die Schlachten der Germanen Teil 2

Die Westgermanischen Stämme - Teil 1:

Angrivarier

Angeln

Bajuwaren

Caeroser

Chauken

Cherusker

Dulgubnier

Eburonen

Franken

Ampsivarier

Brukterer

Salfranken

Rheinfranken

Chamaven

Chattuarier

Sugambrer

Usipeter

Chatten

Bataver

Friesen

Ingaevonen

Jüten

Kimbern

Marser

Menapier

Allgemein:

Startseite



Gaius Marius (* 156 v. Chr. in Cereatea bei Arpinum; † 13. Januar 86 v. Chr.) war ein römischer Feldherr und Staatsmann. Er erreichte die bis dahin unerhörte Zahl von sieben Consulaten und war Anführer der Popularen im 88 v. Chr. ausgebrochenen Bürgerkrieg.

Herkunft

Marius stammte aus einer ritterlichen Familie, gehörte also nicht zur Nobilität, der senatorischen Führungsschicht der römischen Republik. Trotzdem gelang ihm eine beispiellose Karriere. Er war jedoch zeit seines Lebens hin- und hergerissen zwischen seiner politischen Heimat bei der Volkspartei und der Oberschicht, die ihn überwiegend als nicht standesgemäß ansah.


Aufstieg

Seine Laufbahn begann Marius in Spanien, wo er unter Scipio dem Jüngeren diente und sich 134 v. Chr. durch seinen Mut während der Belagerung Numantias hervorhob. Danach durchlief er die römische Ämterlaufbahn: 119 v. Chr. wurde er Volkstribun, 115 v. Chr. Praetor und 114 v. Chr. Statthalter der spanischen Provinz Hispania Ulterior.


Militärische Erfolge

Ab 109 v. Chr. war Marius zunächst Legat im Jugurthinischen Krieg. Es gelang ihm, gegen den Widerstand der Nobilität für das Jahr 107 v. Chr. zum ersten Mal zum Consul gewählt zu werden und den Oberbefehl im Krieg gegen den numidischen König Jugurtha zu übernehmen. Mit Hilfe des damaligen Quaestors Sulla konnte er ihn siegreich beenden.

Seine wohl wichtigsten Siege errang er aber über zwei Germanenstämme, die Rom lange in Angst und Schrecken versetzt hatten. 102 v. Chr. besiegte er die Teutonen bei Aquae Sextiae in Südfrankreich (heute Aix-en-Provence) und 101 v. Chr. die Kimbern bei Vercellae in Norditalien (heute Vercelli). Für diesen Krieg wurde Marius entgegen aller Gewohnheiten und Vorschriften jedes Jahr (von 104 bis 100 v. Chr.) zum Consul gewählt.


Heeresreform

Als mitentscheidend für die glänzenden Triumphe erwies sich die von ihm durchgeführte Heeresreform, die den Übergang von einer Milizarmee zu einer Berufsarmee markierte. Der Berufssoldat diente 25 Jahre seinem Feldherren. Als Entlohnung erhielt er einen Sold und Anteile an der Beute. Der Feldherr musste für die Veteranenversorgung aufkommen, die bis Caesar die Form einer Landschenkung hatte und erst im imperialen Rom durch Geldzahlungen abgelöst wurde. Somit wuchs die Macht der Feldherren, da die Soldaten sich ihm mehr verpflichtet fühlten als der Republik. Fortan bestand eine Legion aus 10 Kohorten zu je 500 - 600 Mann und nicht mehr aus den bisherigen Manipeln, die Ausbildung wurde gestrafft und die Soldaten erhielten eine Standardbewaffnung, zu der auch das Pilum gehörte. Livius legt jedoch dar, dass die Manipulartaktik auch nach den Reformen, z.B. in Spanien, noch in Gebrauch blieb, da diese auf diesen spezifischen Kriegsschauplätzen der Kohortentaktik weiterhin überlegen war.Der Tross wurde stark verringert und die Soldaten mussten ihre Ausrüstung selber tragen = "muli mariani"(Maultiere des Marius). Des weiteren öffnete Marius die Ränge der Armee für die capite censi, also den Stand der Besitzlosen, die bis dahin vom Militärdienst ausgeschlossen gewesen waren. Möglich war dies, da nun der Staat die Ausrüstung der Soldaten stellte.

Durch die Reform wurde das römische Heer schlagkräftiger und professioneller, konnte von ambitionierten Feldherren nun jedoch leichter zum Zugewinn an politischer Macht in Rom benutzt werden. Es entstand das Problem der so genannten Heeresklientel: Die Heerführer hatten nun die Aufgabe, nach dem Krieg die Versorgung ihrer besitzlosen Veteranen mit Land politisch durchzusetzen. Dadurch wurden die Heerführer zu Patronen ihrer Soldaten, die ihrerseits deren eingeschworene Klienten wurden. Durch diese Heeresclientel kam den Heerführern eine übergroße politische Macht zukam, weswegen sich der Senat zum Beispiel im Fall des Pompeius gegen eine solche Landverteilung sperrte.


Niedergang

Auf dem Höhepunkt seiner Macht zog sich der hochdekorierte Marius im Jahre 100 v. Chr. nach seinem sechsten Consulat aus der aktiven Politik zurück, weil er eine innenpolitische Niederlage im Senat hinnehmen musste. Die von der Volkspartei angestrebten Verbesserungen für die einfache Bevölkerung wurden mit den Stimmen der Optimaten abgelehnt. In der Folge kam es zu Ausschreitungen in Rom, woraufhin Marius den Ausnahmezustand gegen seinen politischen Freund, den Volkstribun Lucius Appuleius Saturninus, verhängen musste. Im Bundesgenossenkrieg 91 - 88 v. Chr. erinnerte man sich angesichts vieler Niederlagen des alten Haudegens Marius, der einmal mehr die Kohlen aus dem Feuer holen musste. Doch auch er konnte nicht mehr verhindern, dass Rom gezwungen war, seinen italienischen Verbündeten das römische Bürgerrecht zu verleihen.


Konflikt mit Sulla

88 v. Chr. wurde Marius vom Volk das Oberkommando über die Legionen im Ersten Mithridatischen Krieg angetragen, obwohl der Senat zuvor Sulla mit der Bekämpfung des Mithridates betraut hatte. Der Bruch mit Sulla war nun offensichtlich. Die Folge war ein Bürgerkrieg, bei dem Sulla zunächst Rom im Handstreich nahm, die Senatsherrschaft wieder herstellte und daraufhin mit den Truppen nach Kleinasien eilte. Marius wurde geächtet und musste Hals über Kopf nach Karthago fliehen. Er kehrte aber 87 v. Chr. in die Stadt am Tiber zurück, wo er sich blutig an den Anhängern der Optimaten rächte. Die von Sulla zuvor erlassenen Gesetze wurden alle rückgängig gemacht. Für 86 v. Chr. ließ Marius sich noch einmal zum Consul wählen, das Consulat konnte er aber nicht mehr antreten, da er vorher starb.

Von Plutarch existiert eine Biographie des Marius.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Marius