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Furor Teutonicus bedeutet teutonische Raserei, teutonische Angriffslust oder im weiteren Sinn germanischer Angriffsgeist bzw. germanische Angriffslust.

Der Ausdruck wird meist dem römischen Dichter Lucan zugerechnet, in dessen Werk Bellum civile / Pharsalia er erstmals (nach heutigen Quelle) auftaucht (Liber Primus, 255 f.). Er nahm damit Bezug auf einen vermeintlich herausstechenden Charakterzug des germanischen Volkstammes der Teutonen, der wütenden, mitleidlosen (auch mit sich selbst), selbstvergessenen Raserei der Teutonen in der Schlacht.

Zitate der Antike:

Die Teutonen zogen zusammen mit den Kimbern und Ambronen auf der Suche nach neuem Land durch Europa. Dabei trafen sie 113 v. Chr. in den Ostalpen auf Truppen des Römischen Reiches, welche sie in einen Hinterhalt zu locken versuchten. Die Römer unter dem Kommando des Konsuls Papirius Carbo hatten das militärisches Potenzial der Wandernden unterschätzt und verloren die Schlacht bei Noreia.

Bei weiteren Aufeinandertreffen, etwa der Schlacht bei Arausio (105 v. Chr.), mussten die Römer weitere empfindliche Niederlagen hinnehmen. Man bekam Angst, dass der Tross gegen Rom ziehen und so dessen Untergang besiegelt würde. Zurückblickend war diese Furcht allerdings wohl unbegründet, einen politischen Willen zur Besetzung Roms gab es nicht.

Die Stämme trennten sich wieder und konnten so einzeln gestellt werden. Marius besiegte die wandernden Völkerschaften der Teutonen und Ambronen 102 v. Chr. in der Schlacht von Aquae Sextiae und 101 v. Chr. die Kimbern in der Schlacht von Vercellae.
Nichtsdestoweniger erschien die Gefahr einer Invasion aus dem Norden nach dieser Erfahrung groß, und blieb ein steter Grund zur Sorge der Römer. Jahrhunderte später bestätigte sich diese Sorge mit der Zerschlagung des Weströmischen Reiches in der Völkerwanderung.

Der Begriff furor teutonicus wird seit dem Mittelalter als geflügeltes Wort für deutsche Aggression benutzt.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Furor_Teutonicus