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In der Schlacht von Covadonga (südöstlich von Gijón) im Jahr 722 besiegte Asturien unter Pelayo eine maurische Streitmacht. Dies war der erste Sieg eines christlichen Heeres auf der iberischen Halbinsel, nachdem diese 711-715 von den Muslimen erobert worden war. Die Schlacht, die tatsächlich eher ein Gefecht war, kann damit als Beginn der Reconquista gelten. Unsicher ist zudem, wann und ob diese Schlacht um Asturien tatsächlich stattgefunden hat. Denn alle Aufzeichnungen darüber wurden erst 200 Jahre später getätigt und die Ereignisse wurden im Sinne des am asturischen Hof vorherrschenden Neogotismus legendenhaft verklärt.

Pelayo, der für sich eine Abstammung vom westgotischen Königshaus geltend machte, gelang es, im Nordwesten Spaniens den Widerstand gegen die arabischen Eroberer zu organisieren, auch wenn diese ihn kurzzeitig gefangennehmen konnten. In der gebirgigen und unzugänglichen Gegend Asturiens gelang es ihm und seinen Kämpfern, in einer Art Guerilla-Taktik den Widerstandsgeist in dieser Gegend wachzuhalten, womit er vor allem deshalb Erfolge erzielte, weil den Mauren um 720 eher an einer Expansion in das Frankenreich hinein gelegen war als an mühseligen Einzelaktionen gegen Bergvölker. Die arabische Niederlage am 9. Juni 721 vor Toulouse gegen Eudo von Aquitanien warf sie aber zunächst wieder auf Spanien zurück, sodass nunmehr der arabische General Alkama damit beauftragt wurde, Asturien zu befrieden, um diesseits der Pyrenäen eine stabile Herrschaft als Voraussetzung für eine erneute Expansion sicherzustellen. Pelayo standen wohl nur rund 300 Mann zur Verfügung, denen eine zahlenmäßig deutlich überlegene Streitmacht entgegenstand, doch hatten sie den Vorteil der besseren Geländekenntnis, zumal Covadonga in einer engen Schlucht am Rio Sella liegt. Somit hatten die Mauren kaum Spielraum, um ihre zahlenmäßige Überlegenheit zu entfalten, während Pelayo sich mit seinen Kämpfern zunächst, vor den Blicken der Mauren verborgen, in einer Höhle verschanzte und dann den Gegner von den Hängen herab attackierte und weitgehend vernichtete; auch Alkama kam in den Kämpfen um. Pelayo wurde als Held gefeiert. Ein weiterer Versuch, die Asturier zu schlagen, wurde wenig später von ihm bei Proaza ebenfalls abgewehrt, sodass die Mauren fortan die Unabhängigkeit Asturiens nicht mehr gefährden konnten.

Der Ort der Schlacht ist heute ein Marien-Wallfahrtsort. Pelayos Gebeine wurden in der genannten Höhle aufbewahrt und ein mit Edelsteinen geschmücktes Kreuz errichtet, das als das Cruz de la Victoria zu einem der Nationalsymbole Asturiens


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Covadonga