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Die Schlacht von Vouillé oder Campus Vogladensis bei Poitiers, Frankreich fand im Spätsommer 507 zwischen den Franken unter Chlodwig I. und den Westgoten unter Alarich II. statt.

Nach dem Sieg der Franken über die Alemannen im Jahr 506 in einer Schlacht wohl in der Nähe von Straßburg, die der politischen Autonomie dieses Volkes endgültig ein Ende setze, nahm man allgemein an, dass die Franken ihrem Expansionsdrang weiter im Osten, vor allem in Rätien (Raetia prima in Chur, das zum Reich der Ostgoten gehörte, und Raetia secunda in Augsburg, das offenbar mit diesem durch Verträge verbunden war) nachgehen würden. Der Ostgotenkönig Theoderich der Große traf die nötigen Vorsichtsmaßnahmen, brachte sein Heer an Hochrhein und Iller in Stellung, aber Chlodwig beabsichtigte offenbar gar nicht, in dieser Richtung tätig zu werden: seine Interessen lagen im Süden, südlich der Loire, die zu dieser Zeit die Grenze zwischen dem Frankreichreich und dem Westgotenreich bildete.

Als Theoderich dies bemerkte, versuchte er noch durch Gesandtschaften in verschiedene Richtungen (Burgunder, Thüringer, Heruler und Warnen) den Krieg abzuwenden, aber ihm war nicht bewusst, dass Chlodwig seinerseits bereits vor der Unterwerfung der Alemannen Abmachungen mit den Burgundern einerseits und Theoderichs mächtigstem Feind, dem byzantinischen Kaiser Anastasios I. andererseits getroffen hatte; dieser verwickelte Theoderich an der ostgotischen Ostgrenze um Belgrad in Kämpfe, sodass er Alarich nicht mehr rechtzeitig zu Hilfe kommen konnte.
So abgesichert erklärte Chlodwig 507 den Westgoten den Krieg - unter dem Vorwand eines Religionskrieges gegen den Arianismus, ohne aber mit diesem Propagandamittel bei den gallorömischen Einwohnern Aquitaniens auf die erwarteten Sympathien zu stoßen. Wie neun Jahre zuvor stießen die Franken von Tours aus auf Bordeaux vor. 17 Kilometer nordwestlich von Poitiers, bei Vouillé, traf man auf die Westgoten, deren Adel den König zum Kampf gedrängt hatte, und errang einen vollständigen Sieg. König Alarich II. fiel, seine Armee zog sich nach Süden zurück.

Bordeaux musste von den Westgoten aufgegeben werden. Dort verbrachte Chlodwig den kommenden Winter und schickte von dort aus seinen Sohn Theuderich I. im folgenden Frühjahr los, um die Auvergne zu erobern, während er selbst sich mit den Burgundern vereinigte, die nach der Schlacht von Vouillé in den Krieg eingetreten waren, um die westgotische Hauptstadt Toulouse zu erobern. Die gallische Mittelmeerküste bis in die Provence blieb jedoch westgotisch, das Westgotenreich allerdings kam unter die vorübergehende Herrschaft der Ostgoten, die unter Theoderich den Westgoten zur Hilfe kamen.

Verlierer der Schlacht von Vouillé waren die Westgoten, die sich danach nach Spanien zurückzogen, wo sie noch 200 Jahre herrschten, bis sie von Süden von den Arabern überrannt wurden; Sieger des Krieges waren die Franken und die Ostgoten, wenngleich nach dem Tod Theoderichs die Westgoten sich wieder von ihnen lösten. Die mit den Franken verbündeten Burgunder, die zusammen mit Chlodwig Toulouse erobert hatten, deren Vorstoß in die westgotischen Besitzungen an der gallischen Mittelmeerküste jedoch gestoppt worden war, konnten am Ende froh sein, den Krieg unbeschadet überstanden zu haben - wenngleich sie nach der Niederlage gegen die Franken bei Dijon im Jahre 532 im Frankenreich aufgingen.


Autor: Wikepedia
Quelle:
» http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Vouill%C3%A9